Innovationspolitik: Europa soll die leistungsfähigsten Batterien liefern

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Deutschland ist Gastgeber der 14. SET-Plan-Konferenz. Hier werden die Weichen für eine klimafreundliche Zukunft gestellt. Neben der europäischen Batteriefertigung liegt ein weiterer Schwerpunkt auf Wasserstoff.

Deutschland ist Gastgeber der 14. SET-Plan-Konferenz. Hier werden die Weichen für eine klimafreundliche Zukunft gestellt. Neben der europäischen Batteriefertigung liegt ein weiterer Schwerpunkt auf Wasserstoff.


Wirtschaftsminister Peter Altmaier verkündete zum gestrigen Auftakt der SET-Plan-Konferenz (Strategic Energy Technology) der EU eine frohe Botschaft: Die Mitgliedstaaten werden bei der Herstellung von Batteriezellen für Elektroautos zusammenarbeiten. Und, man lese und staune, laut Altmaier soll das auch auf die Wasserstofftechnologie ausgeweitet werden. Doch hier liegt noch viel Arbeit vor der Politik, fokussierte man sich bislang beim Individualverkehr auf das batterieelektrische Auto.


Der deutsche Wirtschaftsminister thematisierte in seiner Eröffnungsrede den internationalen Wettlauf um die Batteriezellen und versprach der Autobranche: „Wir wollen die Schaffung einer vollständigen Wertschöpfungskette für Batteriezellen in Europa unterstützen: von der Verarbeitung von Rohstoffen über die Herstellung von Batteriezellen bis zum Recycling.“


Aktuell fördert die EU die Produktion von Batteriezellen hierzulande mit 3 Milliarden Euro im Rahmen des IPCEI-Programms (Project of Common European Interest), um weniger abhängig von Lieferanten aus Asien zu werden.


Altmaier setzt große Erwartungen in die Fertigung in Deutschland und sein Ministerium rechnet mit mehr als 20.000 Arbeitsplätzen durch die Herstellung von Batteriezellen. Deutsche Unternehmen wie Varta arbeiten mit Hilfe von Staatsgeldern bereits an einem wettbewerbsfähigen Akku. Am Ende sollen laut Altmaier die innovativsten und umweltfreundlichsten Batteriezellen aus Europa kommen.

VW-Standort Salzgitter


Daran arbeitet unter anderem auch das Energie-Unternehmen Valmet aus Finnland. Im dortigen Salo läuft die Produktion auf Hochtouren. In Salzgitter rüstet Volkswagen derweil für rund eine Milliarde Euro seinen Standort mit dem schwedischen Partner Northvolt auf eine Zellfertigung um, die ab 2024 laufen soll. Der deutsche Zulieferer Webasto geht derweil einen anderen Weg und eröffnete jüngst eine Batteriezellenproduktion in China.


Für die Zulieferer und Hersteller ist das ein gutes Geschäft. Denn laut Wirtschaftsministerium hat die Batterie mit 40 Prozent den Hauptanteil an der Wertschöpfung eines E-Autos. Die „European Battery Alliance“, so heißt es aus dem Ministerium, schätzt das Marktpotenzial für in Europa produzierte automobile Batterien schon bis Mitte der 2020er Jahre auf bis zu 250 Milliarden Euro.


(Fotos: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie / Volkswagen)


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