Kampfansage an VW: Hyundai verrät Preise für i30 N Facelift

Mathias Keiber

27 Mai. 2021

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Der kompakte Kraftmeier aus Korea macht sich preislich einige Tausender schlanker als sein Wolfsburger Rivale.

(Fotos: Hyundai)


Es ist eine von Autojournalisten gern verwendete Floskel: Hersteller X will mit Modell Y im Bereich des etablierteren Herstellers Z „wildern“ – demnächst zum Beispiel Hyundai mit seiner Premiummarke Genesis im Hoheitsgebiet von Mercedes, BMW und Audi. Ob das in Deutschland gelingt, bleibt abzuwarten. Dass derartiges gelingen kann, haben aber gerade die Koreaner bereits bewiesen – mit dem i30 N. Denn der verkauft sich seit seiner Markteinführung im Heimatland des Golf GTI blendend. Im November 2017 kam das sportliche Kompaktmodell hierzulande zu den Händlern – und Ende letzten Jahres, also ziemlich genau drei Jahre später, vermeldete Hyundai-Deutschland-Chef Jürgen Keller: „Mit bis dato mehr als 17.500 verkauften Einheiten in Deutschland wurden unsere kühnsten Erwartungen übertroffen.“ Analog zum Golf-GTI-Club gibt es sogar eine Art Fanszene, die sogenannten „N-Thusiasten“. Diese dürfen sich nun freuen, denn der i30 N hat nun sein Facelift erhalten. Damit ändert sich nicht nur optisch einiges, sondern auch unter der Haube.


Leistungsstärker und drehfreudiger


Mit dem Facelift erhöhen sich Leistung und Drehmoment des i30 N Performance und i30 Fastback N Performance von 275 auf 280 PS und von 353 auf 392 Newtonmeter. Obendrein steht das Leistungsplus nun in einem breiteren Drehzahlbereich zur Verfügung, was das Ansprechverhalten und die Fahrbarkeit des Motors spürbar verbessern soll. Zusätzlich nimmt Hyundai in Deutschland wieder die Variante des i30 N mit 250 PS und 353 Newtonmeter Drehmoment ins Programm.

Zudem ist beim überarbeiteten i30 N Performance nun das neu entwickelte Doppelkupplungsgetriebe N DCT mit acht Gängen optional verfügbar. Es soll die Schaltvorgänge beschleunigen und kann entweder automatisiert genutzt oder per Schaltwippen am Lenkrad bedient werden. Wer sich für das Automatikgetriebe entscheidet, darf sich standardmäßig auch über das Navigationspaket mit 10,25 Zoll großen Touchscreen inklusive Radio-Navigationssystem, Bluelink Telematik-Diensten und Live-Services sowie eine Verkehrszeichenerkennung freuen.


Umfangreiche Ausstattung ab Werk


Auch die Varianten mit Schaltgetriebe weisen einiges an Serienausstattung auf. So steht der i30 N auf 18-Zoll-Leichtmetallrädern und verfügt außerdem über Voll-LED-Scheinwerfer und -Rückleuchten, eine Sportabgasanlage, ein Sportfahrwerk mit adaptiven Dämpfern und eine automatisierte Zwischengasfunktion beim Herunterschalten. Hinzu kommen Einparkhilfe vorn und hinten sowie Rückfahrkamera, Zweizonen-Klimaautomatik, 8-Zoll-Touchscreen und Smartphone-Integration via Apple CarPlay und Android Auto. Außerdem mit an Bord: eine Ablage mit kabelloser Ladefunktion für geeignete Smartphones, ein Regensensor, ein Spurfolgeassistent sowie ein Notbremsassistent samt Fußgängererkennung.

Der i30 N Performance und der i30 Fastback N Performance sind darüber hinaus serienmäßig mit einer elektronischen Differenzialsperre sowie einer größeren Bremsanlage (vordere Scheiben mit 360 statt 330 Millimetern Durchmesser) ausgestattet. Die Sportabgasanlage enthält hier zudem eine Klappensteuerung, die hinteren Fensterscheiben sind dunkel getönt und die Windschutzscheibe ist wärmedämmend ausgeführt. Beide Fahrzeuge verfügen über 19-Zoll-Schmiedefelgen, die die Performance-Varianten nicht nur optisch noch sportlicher erscheinen lassen, sondern auch jeweils 3,6 Kilogramm leichter sind als die 19-Zoll-Felgen der Vorgängermodelle. Das verringert das Gewicht der ungefederten Massen und verbessert damit die Fahrdynamik, verspricht Hyundai.


Neue Sportschalensitze


Optisch sind die überarbeiteten Versionen des Hyundai i30 N und i30 N Performance vor allem am neuen Kaskaden-Kühlergrill, den V-förmigen LED-Tagfahrleuchten und den vergrößerten Endrohren der Abgasanlage zu erkennen. Ein Highlight – im wahrsten Sinne des Wortes – der neuen Innenausstattung sind die ausschließlich für die Performance-Varianten optional erhältlichen Sportschalensitze mit reduziertem Gewicht, verstärktem Seitenhalt und – jetzt kommt’s –beleuchtetem N Logo auf den integrierten Kopfstützen. Fahrer des i30 N finden standardmäßig Sportsitze mit elektrisch einstellbarer Lendenwirbelstütze und manuell verstellbarer Oberschenkelauflage vor.

Die modellgepflegten N-Varianten der i30-Serie sind ab sofort bestell-, konfigurier- und im Handel verfügbar. Die fünftürige Steilhecklimousine i30 N mit 250 PS beginnt preislich bei 32.950 Euro – knapp 3.500 Euro weniger als für die Einstiegsversion des Golf GTI (245 PS) fällig sind. Selbst die 30 PS stärkere Variante N Performance bleibt unter dem Preis des Basis-GTI. Das Schrägheck gibt es ab 36.450 Euro weiterhin ausschließlich als N Performance-Variante mit dem stärkeren Triebwerk.



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Mathias Keiber

27 Mai. 2021