Kia Sportage: 5 Fragen beantwortet

Lukas Schmidt

02 Sept. 2021

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Das Kia-SUV kommt in der fünften Generation mit Plug-in-Hybrid, neuem Design und Hightech-Interieur.

Der Sportage kommt erstmals als eigene Modellversion für den europäischen Markt (Alle Bilder: Kia)


Welche Neuerungen bringt der europäische Sportage?


Die für den europäischen Markt konzipierte Version des Kia-SUV orientiert sich vom Format her am Vorgänger, während die im Juli vorgestellte globale Version deutlich in der Länge gewachsen ist. Die kompaktere Variante ist nicht nur in ihren Proportionen und ihrem Fahrverhalten auf die Ansprüche europäischer Kunden zugeschnitten, sondern auch im Antrieb: Erstmals wird der Sportage in einer Plug-in-Hybridversion angeboten. Das auf einer neuen Plattform basierende Modell zeigt ein kraftvoll-elegantes Außendesign und verfügt über ein Hightech-Interieur mit modernsten Konnektivitätsanwendungen und Assistenzsystemen. Die breite Palette neuer Technologien beinhaltet auch ein adaptives Fahrwerk und einen „All-Terrain-Mode“, der auf rutschigem Untergrund die Traktion erhöht. Der neue Sportage bietet deutlich mehr Platz als sein Vorgänger, sowohl im Gepäckraum als auch im Interieur, besonders bei der Beinfreiheit im Fond. Die Markteinführung in Deutschland ist für Anfang 2022 vorgesehen.


Wie sieht der neue Sportage aus?


Scharf gezogene Linien strukturieren die Karosserie und tragen maßgeblich zu einer spannungsvollen Eleganz bei. Zugleich verleiht das Zusammenspiel von klaren, kraftvollen Oberflächen und komplexen Grafiken dem SUV eine dynamische, selbstbewusste Präsenz. Ein markantes Element des Frontdesigns ist die detailreiche schwarze Kühlergrillgrafik, die sich über die ganze Breite des „Gesichts“ zieht und durch komplexe Formen geprägt wird. Sie verbindet die moderne Version der „Tigernase“, der Kia-typischen Grillform, mit einem charakteristischen LED-Tagfahrlicht in Bumerang-Form und Matrix-LED-Scheinwerfern.

Das Profil zeichnet sich durch straffe Linien und klare Oberflächen aus, welche die unterschiedlichen Segmente der Seitenansicht nahtlos miteinander verbinden. Erstmals gibt’s den Sportage mit einem farblich kontrastierenden Dach, das in der GT-Line das sportliche Profil noch stärker betonen soll. Die Präsenz des neuen Sportage resultiert auch aus dem abfallenden Steilheckdesign, das in die scharf gestalteten Rückleuchten übergeht, die in die Karosserie hineinzuschneiden scheinen.


Je nach Ausführung und Antriebsvariante rollt der neue Sportage auf 17-, 18- oder 19-Zoll-Rädern, für die insgesamt sechs Leichtmetallfelgen mit unterschiedlichem Design zur Wahl stehen.


Wie sieht der Innenraum aus?


Beim Interieur setzen die Südkoreaner auf hohe Qualität und innovative Technologien. Die Verarbeitung ist mittlerweile gewohnt erstklassig, der Stil durchaus modern. Das zentrale und auffälligste Element ist ein Panoramadisplay mit zwei Bildschirmen, das seitlich von sportlich gestalteten Lüftungsdüsen flankiert wird. Es erstreckt sich von der Fahrerseite bis weit über die Mitte des Armaturenbretts. Der rechte Bildschirm ist ein 31,2-cm-Touchscreen (12,3 Zoll) und bildet zusammen mit der integrierten Menüsteuerung die zentrale Schnittstelle zur intuitiven Bedienung vielfältiger Funktionen. Der linke Bildschirm misst ebenfalls 31,2 Zentimeter groß und beinhaltet das volldigitale Kombiinstrument. Bei der Software setzt Kia auf die Online-Dienste UVO Connect, die die Kia UVO-App und den Service Kia Live beinhalten. Mit der UVO-App lässt sich per Smartphone zum Beispiel der Fahrzeugstandort ermitteln oder überprüfen, ob die Türen verriegelt und die Fenster geschlossen sind. Kia Live bietet unter anderem eine cloud-basierte Online-Navigation, eine Online-Spracherkennung und die Integration des Smartphone-Kalenders.

Welche Antriebe können wir erwarten?


Kia spricht von einer breiten Antriebspalette, die auch modernste Hybridtechnologien beinhalten soll, da die neue Plattform speziell auf die Integration elektrifizierter Antriebe zugeschnitten ist. Die Plug-in-Version ist dann auch gleich die Topmotorisierung: Sie kombiniert einen 132 kW (180 PS) starken 1,6-Liter-Turbobenziner (1.6 T-GDI) mit einem 66,9-kW-Permanentmagnet-Elektromotor und einem 13,8-kWh-Lithium-Ionen-Polymer-Akku und hat eine Gesamtleistung von 195 kW (265 PS). Im Sportage Hybrid kommt ebenfalls der 1.6 T-GDI zum Einsatz, der hier mit einem 44,2-kW-Permanentmagnet-Elektromotor und einem 1,49-kWh-Lithium-Ionen-Polymer-Akku kombiniert ist. Die Gesamtleistung liegt bei 169 kW (230 PS).


Der 1,6-Liter-Turbobenziner wird außerdem mit 48-Volt-Mildhybridtechnologie angeboten. Dabei stehen zwei Leistungsvarianten mit 110 kW (150 PS) und 132 kW (180 PS) zur Wahl. Komplettiert wird das Antriebsspektrum durch einen 1,6-Liter-Turbodiesel, der in zwei Varianten mit 85 kW (115 PS) oder 100 kW (136 PS) angeboten wird. Die stärkere Version ist auch mit einer 48-Volt-Mildhybridisierung erhältlich.


Welche Assistenzsysteme hat der neue Sportage an Bord?


Basis des hohen passiven Sicherheitsniveaus ist die Karosserie, die trotz ihres relativ geringen Gewichts eine extrem stabile Struktur und eine sehr hohe Verwindungssteifigkeit aufweist. Hinzu kommen sieben Airbags und eine Reihe neuer oder erweiterter Assistenzsysteme. Unter anderem sind ein Frontkollisionswarner, Geschwindigkeitsassistent, Autobahnassistent, eine navigationsbasierte adaptive Geschwindigkeitsregelanlage und ein aktiver Totwinkelassistent an Bord.

Weitere Ausstattungsdetails, Preise und Verbrauchsangaben wird Kia erst kurz vor der Markteinführung Anfang 2022 veröffentlichen, der Einstieg sollte auch in der fünften Generation bei knapp 25.000 Euro gelingen.

Lukas Schmidt

02 Sept. 2021