Was der Koalitionsvertrag für Autofahrer bedeutet

Mathias Keiber

24 Nov. 2021

Die Ampelkoalition will Vollgas für die Elektromobilität geben. Aber nicht nur. Denn es gibt eine Überraschung.

Zwei Monate nach der Bundestagswahl haben sich SPD, Grüne und FDP auf einen Koalitionsvertrag geeinigt — und in puncto individuelle Mobilität haben die Koalitionäre erwartungsgemäß einiges vor. Auch wenn das Tempolimit unangetastet bleibt.


Oberstes Ziel ist es, weiter den Durchbruch der Elektromobilität zu forcieren. Dafür streben die Partner an, dass spätestens im Jahr 2030 mindestens 15 Millionen E-Autos in der Bundesrepublik zugelassen sind. Zudem sollen in Deutschland — abhängig von EU-Vorschriften — ab 2030 nur noch CO2-neutrale Autos zugelassen werden. Überraschung dabei: Dies können auch nachweislich nur mit E-Fuels betankbare Fahrzeuge sein. Parallel dazu soll es 2030 hierzulande mindestens eine Million „öffentlich und diskriminierungsfrei zugängliche Ladestationen“ geben.


Wer nun denkt, die Ziele gehen mit einer Verlängerung der Prämie für den Kauf für Elektro- und Wasserstoffautos einher, sieht sich aber getäuscht. Zunächst gelten die aktuellen Regeln für den Zuschuss von Staat und Herstellern noch bis Ende 2022 wie geplant weiter. Ab Januar 2023 sollen nur noch Fahrzeuge gefördert werden, „die nachweislich einen positiven Klimaschutzeffekt haben“. Ein Aus für die Förderung von Plugin-Hybrid-Modellen bedeutet das jedoch nicht. Denn um einen nachweislich positiven Effekt auf den Klimaschutz zu haben, reicht demnach eine rein elektrische Mindestreichweite. Ab dem 1. August 2023 sind dafür 80 Kilometer vorgesehen. Ende 2025 soll die Innovationsprämie auslaufen.


(Foto: Porsche)

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Mathias Keiber

24 Nov. 2021