Land Rover Defender V8: 5 Fragen beantwortet

Mathias Keiber

03 März. 2021

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Die britische Premiummarke rüstet ihren Geländewagen mit einem brachialen V8 auf.

(Fotos: Land Rover)


Wie stark ist der V8?


In Zeiten der Elektrifizierung wirkt das, was Land Rover aktuell für seinen Defender ankündigt, wie die Blaupause für automobile Unvernunft: Zum anstehenden Modelljahr 2022 kommt der Defender mit einem Kompressor-Achtzylinderbenziner mit 5 Litern Hubraum auf den Markt. Er leistet 525 PS, erzeugt ein Drehmomentmaximum von 625 Nm und schickt die Kräfte über eine Achtstufenautomatik auf alle Viere. Seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 240 km/h. Den kombinierten Verbrauch gibt Land Rover nach NEFZ mit 12,8 Litern pro 100 Kilometer und den CO2-Ausstoß 290 Gramm pro Kilometer an.

Außerdem rundet die neue Topversion Defender V8 Carpathian Edition das Angebot nach oben ab. Land Rover verspricht: „So können Fahrerin und Fahrer nicht nur den stärksten und schnellsten Defender aller Zeiten genießen, sondern auch den dynamischsten.“


Wie verhält es sich mit dem Fahrwerk?


Das Technikpaket hat Land Rover an die beträchtliche Kraftentfaltung des Achtzylinders angepasst. So erhielten die V8-Modelle an Fahrwerk und Antrieb eine neue Abstimmung, die „maßgeschneiderte“ Feder- und Dämpferraten umfasst. Außerdem kommt hinten ein elektronisch aktives Sperrdifferenzial zum Einsatz. Es soll für noch exakteres und agileres Handling sowie minimale Karosseriebewegungen sorgen.

Das Dynamik-Fahrprogramm ist exklusiv den V8-Varianten vorbehalten – und voll und ganz auf Asphalt ausgelegt. Massive Stabis mit größerem Querschnitt sollen dafür sorgen, dass der Defender V8 selbst in scharfen Kurven kaum Seitenneigung aufweist. Das elektronisch aktive hintere Sperrdifferenzial wiederum verfügt über eine sogenannte „Gierkontrolle“, was das Kurvenverhalten des V8-Modells weiter verfeinern soll – „vor allem wenn das Fahrzeug seine Haftungsgrenze erreicht oder gar überschreitet“, heißt es von Land Rover dazu.


Woran erkennt man den Defender V8 äußerlich?


Er ist von außen leicht identifizierbar, denn er zeigt mehrere Elemente, die allein dieser Modellversion vorbehalten sind. Dazu gehören spezielle Modellembleme, eine Vierfach-Abgasanlage sowie 22-Zoll-Leichtmetallfelgen mit einem Finish in sogenanntem „Satin Dark Grey“ – also in Grau. Eine Ausnahmestellung reklamiert der Defender V8 ferner dank seiner vorderen Bremssättel in „Xenon Blue“ und der 20-Zoll-Bremsscheiben.

Die Modellvariante kann in drei Außenfarben lackiert werden: „Carpathian Grey“, „Yulong White“ und „Santorini Black“. In den grauen und weißen Lacken – also den von den Karpaten bzw. der griechischen Urlaubsinsel Santorin inspirierten Farben – setzt ein in „Narvik Black“ gehaltenes Dach einen Kontrast. Zahlreiche Karosseriedetails in sogenanntem „Shadow Atlas“ runden die Optik ab – womit Land Rover dann auch den Vogel in Sachen unsinniger, weil nichtssagender Namensgebung von Farben abschießt.


Wie sieht der Innenraum aus?


Mit einem Wort: hochwertig. Die Sitzbezüge sind aus Windsor-Leder mit Akzenten in Microvelours und Robustec-Stoff, das Vierspeichenlenkrad kommt mit Alcantara-Bezug und matt verchromten Schaltwippen, dazu gibt es Lederabdeckungen an Airbag und Schalthebel sowie die beleuchteten Einstiegsleisten mit V8-Schriftzug.

Ein neuerliches Update kommt daneben dem Infotainment zugute. Für das System „Pivi Pro“ bieten die Briten nun weitere Features, darunter optional ein großer 11,4-Zoll-Touchscreen. Standard im Komfort-Paket ist ferner die Möglichkeit zum kabellosen Laden von Smartphones mit integrierter Signalverstärkung.


Welche Varianten sind nun im Programm und was kosten sie?


Zum Angebot gehören die Modellversionen 90, 110 und Hard Top, sowie neben dem neuen V8 weitere moderne Benzin- und Dieseltriebwerke – außerdem ein Plugin-Hybrid mit zirka 53 Kilometer rein elektrischer Reichweite. Die unverbindlichen Preisempfehlungen starten für den Defender 90 bei exakt 52.700 Euro, während der Defender 110 ab 55.600 Euro erhältlich ist. Den neuen Defender V8 gibt es ab 117.660 Euro. Die Modelle des Modelljahres 2022 sind in Deutschland ab sofort bestellbar und je nach Modell ab Juni lieferbar.


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Mathias Keiber

03 März. 2021