Studie: E-Autos zunehmend günstiger als Verbrenner

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Laut „Car Cost Index 2021“ von LeasePlan sind die Unterhaltskosten von Elektrofahrzeugen in vielen europäischen Ländern gleichauf mit jenen für Verbrenner – Tendenz fallend.

Der „Car Cost Index“ von Flottendienstleister LeasePlan untersucht zum sechsten Mal die Gesamtbetriebskosten (TCO) von Fahrzeugen. Darin eingerechnet werden Treibstoff/Strom, Wertverlust, Steuern, Versicherung und Instandhaltung. Die Studie bezieht dabei 22 europäische Länder ein.


Fazit: In den meisten untersuchten Märkten liegen die Unterhaltskosten für E-Autos der Kompakt- und Mittelklasse mit Verbrennern etwa gleichauf. In einigen osteuropäischen Märkten sind die traditionellen Antriebe günstiger, allerdings schmilzt die Differenz zu den TCO-Kosten von E-Autos. Hält die Tendenz an, werden dort Mitte dieses Jahrzehnts die Kosten gleichziehen, heißt es in der Studie.


Das zeigt sich am Beispiel Deutschland: Im vergangenen Jahr habe der Unterhalt für ein Elektroauto in der Bundesrepublik noch knapp über dem Diesel und dem Benziner gelegen. Jetzt sei ein reiner Stromer in der gehobenen Mittelklasse mit 760 Euro monatlichen Kosten genau 200 Euro günstiger als ein Diesel (960 Euro), mehr als 100 Euro als ein Benziner (878 Euro). Auch ein Plug-in-Hybrid liege mit insgesamt 851 Euro Unterhalt deutlich unter dem Diesel, sei vergleichbar mit dem Benziner, aber fast 100 Euro teurer als ein reines E-Auto.


Kleinwagenfahrer zahlten ebenfalls weniger für den Betrieb eines Stromers als für ein Auto mit konventionellem Antrieb. Das Elektroauto in diesem Segment kostet nach Angaben der LeasePlan-Experten 570 Euro im jährlichen Unterhalt, ein Diesel 618 Euro und ein Benziner 589 Euro. In der Kompaktklasse sieht es demnach so aus – Elektro: 618 Euro, Diesel: 735 Euro, Benziner: 715 Euro.

Was die Kosten betrifft, sind E-Autos der gehobenen Mittelklasse im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor in folgenden 17 Ländern voll wettbewerbsfähig: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Slowakei, Spanien, Schweden, Schweiz und Vereinigtes Königreich.


E-Autos aus dem Mittelklassesegment können in 14 Ländern kostenmäßig mit Verbrennern mithalten. Gute Botschaft für E-Auto-Fahrer in Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich.


Grundsätzlich gibt es bei den durchschnittlichen Kosten für das Fahren eines Autos über alle Antriebsarten in Europa große Unterschiede. Am wenigsten berappt man mit 743 Euro im Schnitt in Griechenland. Fährt man in der Schweiz, zahlt man bis zu 1.138 Euro für die laufenden Kosten pro Jahr. Deutschland rangiert mit 838 Euro auf dem vierten Platz der günstigsten Unterhaltskosten.


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