Lexus entwickelt Design des LS weiter

Lukas Schmidt

27 Jan. 2021

1/7
Die Oberklassenlimousine erhält sowohl Innen als auch Außen einen neuen Look.

Mit gezielten Modifikationen an Karosserie und Interieur sowie einer neu entwickelten Außenfarbe bringt Lexus noch mehr Spielereien in den LS.


Der Lexus LS erstrahlt künftig auch in Lunar Silber (Alle Bilder: Toyota)


Was ist das Besondere am Lunar Silber-Lack?


Als Leitthema für die Überarbeitung des Außen- und Innendesigns wählten die Entwickler „Time in Design“ – inspiriert von dem klassischen japanischen Konzept, dass sich Schönheit durch den Einfluss von Zeit und Umgebung von einem Augenblick auf den anderen verändern kann. Um diese Atmosphäre einzufangen ließen sich die Designer von Mondlicht, das sich in Wellen spiegelt, inspirieren.



Der neue Lack heißt passenderweise Lunar Silber und ist das Ergebnis langjähriger Forschung. Die Außenfarbe soll je nach Tageszeit und Blickwinkel ihre Qualität ändern, der Effekt verstärkt sich bei Bewegung noch mehr. So setzt die Lackierung die Konturen der Karosserie mit kontrastreichem Licht und Schatten-Wechsel in Szene. Der Lack ist gerade mal einen Mikrometer stark (Standardlackierungen sind etwa 13-14 Mikrometer dick), dadurch sind die in der Lackierung enthaltenen Aluminiumflocken enger gebündelt und einheitlich ausgerichtet, so dass der Farbton in maximalem Glanz erstrahlt.



Welche Änderungen gibt es im Innenraum?


Auch im Innenraum durften sich die japanischen Designer austoben und bringen traditionelle japanische Kunst und Ästhetik ins Interieur. Mit der Webetechnik Nishijin wird die gleiche traditionelle Technik verwendet, die einst für die Herstellung von Webstoffen für japanische Adelige genutzt wurde: Feine Metallfäden werden auf Washi-Papier befestigt und in dünne Streifen geschnitten, aus denen Garn gemacht wird. Für den LS werden die Fäden zu einem dreidimensional wirkenden Muster gewebt, das dem schimmernden Effekt von Wellen im Mondlicht nachempfunden ist.



Die Applikation an den Türgriffen entstanden mit Hilfe der mehr als 400 Jahre alten Handwerkstechnik Haku – Japanisch für „Blatt aus Metall“. Dabei wird Metall zu einer Folie gewalzt, die nur noch ein bis zwei Mikrometer dick ist. Diese extrem dünne Folie wird von den Takumi-Meistern per Hand aufgetragen und erzeugt einen feinen, an Mondlicht erinnernden Glanz.



Neu ist auch eine Echtholz-Verkleidung aus offenporiger, schwarz lasierter Esche, die wahlweise als reine Holzapplikation oder als Holz Laser Cut erhältlich ist. In der Laser Cut Variante erzeugt das dunkle Holz einen scharfen Kontrast zu der darunterliegenden silbernen Metallschicht, die in einem hochpräzisen Laserschnittverfahren freigelegt wird.



Mehr als Schein?


Die Kurze Antwort: Nein. Außer Designänderungen bringt Lexus keine Neuerungen in den LS, die Limousine ist aber ja auch erst seit wenigen Monaten auf dem Markt. Motoren und Getriebe bleiben also die gleichen, das Portfolio wird um eine neue Lackierung und das Interieur-Paket „Japanische Kunst“ erweitert. Welcher Aufpreis für die Sonderausstattungen aufgerufen werden hat Lexus nicht bekannt gegeben, auch im Konfigurator sind die Optionen noch nicht verfügbar.

360°

Details

Gebraucht

Videos

News

Du weißt nicht, welches Auto zu Deinem Lebensstil passt? Frag YesAuto! Unser Kaufberater zeigt Dir alle Informationen, die Du brauchst um die richtige Entscheidung zu treffen.

Lukas Schmidt

27 Jan. 2021