Lotus Emira: 3 Fragen beantwortet

Lukas Schmidt

12 Juli. 2021

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Lotus schickt sein letztes benzingetriebenes Hypercar auf die Reise.

Trotz Benzinmotor soll Emira den Wandel der Marke zum globalen Elektro-Player verkörpern (Alle Bilder: Lotus)


Wie sieht die Emira aus?


Die Emira ist ein Vorbote des neuen Lotus-Designs, das den Spagat zwischen den Design-Ikonen der Marke und der Zukunft schaffen will. Die neuen Modelle sollen einen zeitgemäßen Look mit schöneren Formen, hochwertigeren Materialien und verbesserter Verarbeitung kombinieren. Die Zukunft der Marke ist zudem elektrisch – in der Emira kommt aber nochmal ein Benziner zum Einsatz.


Die Briten bleiben ihrer Linie treu und auch die Emira hat den gewissen, exotischen Look der Lotus von den anderen Supersportwagen-Herstellern abhebt. Die sich nach hinten verjüngende Kabine sitzt tief zwischen den muskulös ausgestellten hinteren Kotflügeln, die Oberflächen sind fließend und die Linien dennoch klar. Damit zeigt die Emira ihre Verwandtschaft zur elektrischen Evija, bei der das neue Design auch mit einem neuen, elektrischen Antrieb kombiniert wird.

An der Front fallen zunächst die vertikalen Voll-LED-Scheinwerfer ins Auge, Standard in der gesamten Baureihe, und das von Flügeln inspirierte Twin-Blade-Design des Stoßfängers. Die Motorhaube beherbergt neben dem prominenten Lotus-Logo zwei Lufteinlässe, die auch zur verbesserten Aerodynamik beitragen. Auch der Schnitt in der Seitenlinie sorgt für einen besseren Luftfluss nicht nur um, sondern auch in das Auto zum Mittelmotor. Als einziges Modell seiner Klasse erzeugt die Emira passiven Abtrieb, der bei allen Geschwindigkeiten präzise zwischen Vorder- und Hinterachse ausbalanciert und auf die Gewichtsverteilung und die Fahrwerksgeometrie des Fahrzeugs abgestimmt ist.

Am Heck dominiert der Lotus-Schriftzug, der über den integrierten Stoßfänger auf einem in Wagenfarbe lackierten Panel thront. An dessen Seiten befindet sich je eine Austrittsöffnung für die aus den Radkästen angesaugte Luft. Auch die C-förmigen LED-Lichtcluster, die durch ein schlankes Bremsband verbunden sind, sind ein echter Hingucker. 

Was steckt unter der Haube?


Die Emira ist mit zwei Benzinmotoren erhältlich, erstmals kommt ein Zwei-Liter-Vierzylinder zum Einsatz, der aus der Mercerdes-Benz Powerschmiede bei AMG kommt. Alternativ ist der bekannte 3,5-Liter-V6 von Toyota, bekannt aus Exige und Evora, an Bord. Damit liegt die Leistung bei 360 bzw. 400 PS. Der Topspeed liegt bei 290 km/h und der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 4,5 Sekunden. Beide Motorvarianten sind mit Schaltung, Automatik oder Doppelkupplungsgetriebe erhältlich.

Das Modell ist der letzte Lotus mit Verbrennungsmotor und gleichzeitig das erste Modell, das in der Strategie Vision80 entwickelt wurde. Dieser Plan sieht vor, dass Lotus zum 80sten Jubiläum 2028 eine elektrische Marke ist. Diese Zweigleisigkeit bedeutet auch, dass die Emira noch auf der gleichen Aluminium-Plattform wie die Modelle Elise, Exige und Evora basiert.


Wie sieht der Innenraum aus?


Bei Lotus stand schon immer der Fahrer im Fokus, da macht auch die Emira keine Ausnahme. Das bedeutet, dass auch im Cockpit des neuen Modells sämtliche Instrumente auf den Fahrersitz ausgerichtet sind und kein technischer Schnickschnack vom Wesentlichen ablenkt. Trotz aller Tradition geht Lotus aber auch im Innenraum neue Wege und setzt auf mehr Modernität und hochwertigere Materialien, mehr Stauraum und neue Technik. Die Sitze sollen tatsächlich etwas bequemer geworden sein und sogar für den Beifahrer auch auf langen Strecken Komfort bieten.

In Punkto Technik verfügt die Emira über Schlüssellosen Zugang, Geschwindigkeitsregler, sonsorgesteuerte Scheibenwischer, elektrische Seitenspiegel, Einparkhilfe, selbstabblendende Spiegel, Seitenairbags, Diebstahlsicherung mit GPS und Launch Control – bis auf letzteres nicht unbedingt zu erwarten in einem Hypersportler. Auch die Sicherheitssysteme können sich sehen lassen, und umfassen neben Abstandsregeltempomat, Bremsassistent, Müdigkeitswarner, Spurhalteassistent, Querverkehrwarner einen Spurhalteassistent. Damit will die Emira nicht nur Sportler, sondern auch Praktiker und alltagstauglich sein.


Das Infotainment-System umfasst ein 10,25-Zoll Touchscreen in der Mittelkonsole sowie einen 12,3-Zoll-TFT-Bildschirm hinter dem Lenkrad. Dass Android Auto und Apple CarPlay an Bord sind ist mittlerweile auch bei Lotus Standard. Weitere alltagstaugliche Details sind zwei Getränkehalter und Türfächer, die tatsächlich Platz für je eine 0,5-Liter-Flasche bieten. Der Kofferraum fasst 151 Liter, hinter den Sitzen finden weitere 208 Liter Platz, genug für einen Satz Golfschläger und das Handgepäck.

Lotus fertigt die Emira im britischen Hethel, die Preise starten unter 72.000 Euro.

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Lukas Schmidt

12 Juli. 2021