Mercedes-AMG GT jetzt auch als Hybrid

Attila Langhammer

01 Sept. 2021

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Mercedes-AMG hat den ersten Hybrid im Programm. Dank E-Unterstützung stemmt der viertürige AMG GT weit über 1000 Newtonmeter in die Pneus und knackt die Hunderter-Marke in unter drei Sekunden

(Fotos: Mercedes-AMG)

Der viertürige Mercedes-AMG GT 63 S E Performance ist der erste Hybrid, der das Kürzel AMG trägt. Und mit dem Ding hauen die Schwaben richtig einen raus: 843 PS Systemleistung – schon ganz nett, über 1400 Newtonmeter Systemdrehmoment – brachial; der Sprint auf Hundert ist in 2,9 Sekunden absolviert und die Höchstgeschwindigkeit liegt 316 km/h. Den konventionellen Teil des Antriebs gibt der bekannte Vier-Liter-V8 mit Biturboaufladung und der wird von einem 150 kW starken Elektromotor sowie einer Batterie mit 6,1 kWh.

Der permanenterregte Synchron-E-Motor und die Batterie sind an der Hinterachse verbaut – und diese treibt die E-Technik vorrangig, mittels Zweiganggetriebe, an. Sollte an der Hinterachse übermäßiger Schlupf entstehen, kann die Kraft aber auch zur Vorderachse geleitet werden. Alle Komponenten des E-Antriebsstrangs wurden in Affalterbach entwickelt, bei der Hochleistungsbatterie bekamen die Ingenieure zudem Unterstützung von den Experten der Formel-1-Motorenschmiede High Performance Powertrains (HPP) aus dem englischen Brixworth. Eine Besonderheit der Batterie ist die Direktkühlung mit einer nichtleitenden Kühlflüssigkeit, die die 560 Zellen der Batterie direkt umspült – so bleibt die Temperatur des Energiespeichers im Bereich um etwa 45 Grad Celsius.

Natürlich kann der GT 63 S E in einem seiner sieben Fahrmodi auch rein elektrisch fahren, allerdings kommt er laut Mercedes mit seiner Batterie gerade mal zwölf Kilometer weit. Immerhin lässt sich der Akku während der Fahrt durch Rekuperation – sofern aktiviert – Energie gewinnen. Oder Du musst an der heimischen Steckdose beziehungsweise Wallbox laden.

Abgesehen von der nachgerüsteten Elektrotechnik handelt es sich bei dem neuen Spitzenmodell um einen ganz "normalen" viertürigen AMG GT. Allerdings wird das Topmodell standardmäßig mächtig aufgerüstet: er kommt immer mit dem Adaptivfahrwerk AMG Ridecontrol+ und auch die extrapreisintensive Keramikbremsanlage gehört zum Standardumfang. Das MBUX-Infotainment ist außerdem mit speziellen Anzeigemodi für den Hybridbetrieb ausgestattet. Ein Preis für das Power-Pomp-Paket nennt Mercedes noch nicht, aber ich denke Du musst mindestens in Dein 200.000-Euro-Sparschwein greifen, wenn Du Dir diesen Hybrid gönnen willst.


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Attila Langhammer

01 Sept. 2021