Mini rüstet sich für die Zukunft: Mehr E, mehr Crossover, mehr Kompakte, mehr China

Lukas Schmidt

30 Okt. 2020

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Mini-Chef Bernd Körber verspricht, dass alle neuen Modelle dem Markenversprechen unverkennbar treu bleiben. Dabei setzt Mini auf E-Antriebe, neue Crossover und Premium-Kompakt-Modelle sowie die Erweiterung der Produktion nach China.

Im Mittelpunkt der Neuausrichtung des Modellprogramms der Marke Mini steht der Ausbau der Elektromobilität, ein verstärktes Engagement im Crossover- und im Premium-Kompaktsegment sowie die Stärkung der Markposition in China. „Mini war immer die Antwort auf ganz besondere Herausforderungen für die individuelle Mobilität. Und die Bereitschaft, den Status quo zu überdenken, prägt die Marke bis heute“, so Markenchef Bernd Körber. „Neben der Elektromobilität wird auch die Erschließung neuer Zielgruppen und Absatzmärkte für die Zukunft von Mini von entscheidender Bedeutung sein.“


Mini-Chef Bernd Körber sieht das größte Potential für die Marke in der E-Mobilität, dem Crossover- und Premium-Kompakt-Segment sowie einer Expansion nach China (Bild: BMW Group)


20 Jahre nach dem Relaunch der Marke unter BMW-Führung haben die Briten vier Millionen Fahrzeuge produziert. Mit dem Clubman und Countryman ist Mini seit 2015 bzw. 2017 im Kompaktsegment und bei den Crossover-Modellen vertreten. Die beiden Modelle sorgen für 40 Prozent des derzeitigen Absatzes. An diesen Erfolg will Mini anknüpfen und plant ein weiteres Crossover-Modell für das Kleinwagen-Segment, das ausschließlich mit rein elektrischem Antrieb erhältlich sein soll. Darüber hinaus wird die Nachfolge-Generation des aktuellen Countryman im Premium-Kompaktsegment sowohl mit Verbrennungsmotoren als auch mit einem elektrifizierten Antrieb verfügbar sein. Als Option für die Zukunft steht auch ein zusätzliches Modell im Premium-Kompaktsegment im Raum.


Bei allen Modellträumen der Briten stehe der Markenanspruch ein Maximum an Innenraum, Fahrspaß und Individualität auf der im Wettbewerbsumfeld kleinsten Grundfläche zu bieten im Vordergrund. „Es gehört zu unserer Verantwortung gegenüber der Marke und der Community, den einzigartigen Charakter von Mini zu bewahren und das Portfolio entlang der Markenwerte weiterzuentwickeln“, sagt Bernd Körber. „Daher wird auch in Zukunft jedes neue Modell unserer Marke unverkennbar ein Mini sein.“


Weitere Wachstumschancen sieht die Marke in der E-Mobilität. 2019 entfielen bereits fünf Prozent der Neuzulassungen auf den Plug-in-Hybrid Mini Cooper SE Countryman All4. 2020 verdoppelte sich der Anteil nach der Einführung des vollelektrischen Mini Cooper SE auf zehn Prozent aller Neuzulassungen der Marke. Eine komplett elektrifizierten Modellfamilie soll weltweit ausgerollt werden, gleichzeitig bleiben in den kommenden Jahren aber auch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren im Angebot: Das zukünftige Kern-Portfolio der rein elektrisch angetriebenen Fahrzeuge wird den 3-Türer, ein neues Crossover-Modell im Kleinwagen-Segment sowie ein kompaktes Crossover-Modell umfassen. Mit herkömmlichem Verbrennungsmotor-Antrieb stehen parallel dazu die Kleinwagen-Modelle der Marke und ein Crossover-Modell des Kompaktsegments zur Auswahl.


Jeder zwanzigste im Jahr 2019 verkaufte Mini war ein Plug-in-Hybrid Mini Cooper SE Countryman All4 (Bild: BMW Group)


Mit dem Mini Cooper SE steigerte die Marke 2020 den Anteil elektrifizierter Modelle am Absatz auf zehn Prozent (Bild: BMW Group)


Um vom Wachstumsmarkt China zu profitieren will Mini ab 2023 in Zusammenarbeit mit Great Wall Motor auf Basis einer neuen, von Beginn an für reine E-Mobilität entwickelten Fahrzeugarchitektur lokal produzieren. Derzeit werden zehn Prozent aller Autos der Marke nach China exportiert. Die Produktion in China soll zusätzliche Kapazitäten ermöglichen, die bestehenden Werke sollen gleichbleibend ausgelastet sein, so zumindest der Plan.

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Lukas Schmidt

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