Mobilitätsstudie: Pandemie lässt Auto vorfahren

Aufgrund der Ansteckungsgefahr fahren die Menschen lieber mit dem Auto zur Arbeit, anstatt sich in den Öffentlichen Verkehrsmitteln dicht an dicht zu drängen, stellte Autozulieferer Continental im aktuellen Mobilitätsreport fest.

Aufgrund der Ansteckungsgefahr fahren die Menschen lieber mit dem Auto zur Arbeit, anstatt sich in den Öffentlichen Verkehrsmitteln dicht an dicht zu drängen, stellte Autozulieferer Continental im aktuellen Mobilitätsreport fest.


War das Autofahren vor der Covid-19-Krise aufgrund der Klimaproteste gesellschaftlich verfemt, gewinnt es in Zeiten der Pandemie wieder an Bedeutung. Denn im eigenen Fahrzeug lassen sich die Kontakte zu anderen Menschen gut minimieren. Das geht aus der weltweiten Befragung hervor, die der Zulieferer regelmäßig durchführt.


An der Spitze des Individualverkehrs fährt China vorneweg.„Fast die Hälfte der Befragten dort gibt an, mehr mit dem Auto unterwegs zu sein“, lautet ein Ergebnis der repräsentativen Analyse, die zum sechsten Mal in Deutschland, Frankreich, den USA, China und Japan durchgeführt wurde. In Deutschland gab das ein Viertel der Befragten an. In Frankreich, das mit harten Lockdown-Bedingungen und damit einer extrem eingeschränkten Mobilität leben musste, nutzen 16 Prozent mehr als vor Beginn der Pandemie das Auto. Um das Mobilitätsverhalten und die -wünsche abzufragen wurden pro Nation 1.000 Menschen befragt.


Das Auto hat aber Konkurrenz. Die Fahrt mit dem Fahrrad hat in einer ähnlichen Größenordnung zugenommen. Alles auf Kosten des ÖPNV. In Deutschland stiegen 50 Prozent seltener in Bus und Bahn. In Japan und China scheuten mehr als die Hälfte die öffentlichen Verkehrsmittel.


Dass das auch auf die Absatzzahlen Auswirkungen zeigt, bestätigt ein weiteres Fazit: „Zwischen sechs Prozent (Deutschland) und 15 Prozent (USA) der Befragten berichten, dass sie ein Auto gekauft haben oder dies in Betracht ziehen – eine mittel- bis langfristig ausgerichtete Entscheidung.“ Auch hier ist aber China die Nummer 1: In China, wo der Anteil der Autobesitzer noch deutlich geringer ist, sind es sogar 58 Prozent der Befragten.


Mobilitätskonzepte spielen im „new normal“ eine eher kleine Rolle. Herrschte vor Covid zumindest in den Städten ein gewisser Hype, können Car-Sharing-Dienste nur teilweise von dem Wunsch nach individueller Mobilität profitieren. 21 Prozent der Befragten nutzen Pandemie-bedingt solche On-Demand-Lösungen. In Frankreich und den USA sind es mit sieben beziehungsweise sechs Prozent immer noch signifikante Anteile der Bevölkerung, die auf diese Angebote setzen.

Deutsche und französische Bürger sind hier eher zurückhaltend: „Die Nutzung von Sharing-Diensten spielt in beiden Ländern nahezu keine Rolle, liegt noch hinter der Nutzung des eher klassischen Mietwagens“, so Continental.


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