Neue Mobilität: Europa in der Pole

Europa fährt in Sachen Mobilitätskonzepte nach Meinung der Strategieberatung PwC vorne weg.

Konzepte wie Auto-Abos werden für europäische Autofahrer immer attraktiver. Denn mehr und mehr setzt sich das Motto „Auto fahren ja, aber besitzen nein“ durch. „Das Marktvolumen für Mobilitätsdienste, die das eigene Auto ersetzen, beträgt in Europa aktuell 127 Milliarden US-Dollar“, berechneten die PwC-Experten.17 Milliarden werden davon in Deutschland generiert. In nur fünf Jahren sollen mit Carsharing, Auto-Abo & Co. 209 Milliarden US-Dollar in Europa umgesetzt werden, China käme auf 168 Milliarden und die USA weit abgeschlagen auf 84 Milliarden US-Dollar.


Doch bei PwC glaubt man, dass das noch lange nicht das Ende der Fahnenstange ist. In den kommenden 15 Jahren, so die Prognose, könnte sich das Umsatzvolumen auf 549 Milliarden US-Dollar steigen und sich damit „mehr als vervierfachen“. Damit läge Europa vor dem größten Automarkt China. Dort rechnen die PwC-Analysten mit 362 Milliarden US-Dollar.


Der europäische Erfolg wird politisch vorangetrieben: „Die Smart-Mobility-Strategie der EU-Kommission unterstreicht die Bedeutung von innovativen Mobilitätsformen. Das könnte in den kommenden Jahren die Nachfrage nach neuen Mobilitätskonzepten und die Bedeutung entsprechender Geschäftsmodelle weiter erhöhen“, sagt Jonas Seyfferth, Direktor bei Strategy& Deutschland.


Vor allem hierzulande entwickelt sich ein regelrechter Boom: „Allein in Deutschland erwarten wir eine Verdopplung aktiver und passiver Sharing-Mobilitätsdienste auf 45 Milliarden US-Dollar bis 2025", so Seyfferth. Das meiste Geld (10 bis 15 Prozent) wird mit Leasing und Mietangeboten verdient. Danach folgt laut Prognose Ride-Hailing. In diesem Segment erwartet man eine Marge von 7 Prozent, was dem Schnitt der Absatzmarge bei Neuwagenkäufen entspricht. Schlusslicht ist das Carsharing mit immerhin noch 5 Prozent.


Die Rechnung läuft aktuell zu Gunsten des Autos in der heimischen Garage. Laut PwC-Rechnung betragen die Kosten pro Kilometer im eigenen Fahrzeug 0,5 US-Dollar, beim Leasing kostet der Kilometer 17 Cent mehr. Das teuerste Fahrvergnügen ist das Abo mit satten 0,82 US-Dollar „bis hin zu 1,73 US-Dollar pro Kilometer bei Ride-Sharing und -Hailing“.


(Foto: Bundesverband CarSharing)

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