Neue Mobilität: Was sich die Generation Z nach der Pandemie wünscht

Das die Corona-Infektionsgefahr die Mobilität zugunsten des eigenen Autos unter Jugendlichen verändert, ermittelte jetzt das Marktforschungsinstitut Kantar im Auftrag des Ökosystems Movin'On, unterstützt vom Reifenhersteller Michelin.

Wie die optimale Mobilität für junge Stadtbewohner*innen im Alter von 18 bis 34 Jahren, die sogenannte Generation Z, aussehen soll, hat sich durch Corona verändert. So lautet ein Fazit der Studie, die die Altersgruppe in nordamerikanischen und europäischen Metropolen befragten. Das ist eine gute Nachricht für den Autohandel. Das heißt aber nicht, dass der Nachhaltigkeitsgedanke aus dem Bewusstsein dieser Generation verschwunden ist.


Auf dem Wunschzettel der Teilnehmer stehen neben einem eigenen Auto mehr Nachhaltigkeit und „hybride Mobilitätsformen“. Die Generation Z fordert dafür die Kooperation von Politik und Autobranche mit dem Ziel, klimafreundliche Mobilität zu entwickeln und zu etablieren. Knapp ein Drittel sehen dabei in erster Linie die Unternehmen in der Vorreiterrolle.


Dazu schreiben sie den Unternehmen folgende Thesen ins Pflichtenheft: Nachhaltigkeit ist kein Selbstzweck, sondern business-relevant. Ökonomie und Ökologie müssen im Einklang stehen. In der Studie werden die in vier Handlungsfelder unterteilt:


Die Generation Z ist die erste wirklich multimodale Generation, schreiben die Studienautoren. Soll heißen: Man setzt auf Öffentliche Verkehrsmittel genauso wie auf Sharing-Modelle, aber auch das eigene Auto, um von A nach B zu kommen. Dabei müssen diese Dinge unter einen Hut gebracht werden: Die Nutzung von Öffentlichen, aber auch die Möglichkeit der individuellen Mobilität sollte jederzeit möglich sein.


Die Pandemie rief bei den Teilnehmern die Befürchtung der Ansteckungsgefahr hervor und somit auch die Gefährdung von Familie und Freunden. Das führt dazu, dass man sich im eigenen Auto sicherer fühlt als in der überfüllten U-Bahn. Aber wenn schon ein Auto, dann aber bitte möglichst klimaschonend. Dadurch sind Elektrantriebe höchst begehrt, sowohl als Neuwagen oder vom Gebrauchtwagenmarkt.


Neben dem Automobil ist das Fahrrad ein akzeptiertes Verkehrsmittel, genauso wie das Zu-Fuß-Gehen. „Dieser Trend wird laut den Ergebnissen der Studie auch nach Ende der Pandemie anhalten“, heißt es. Also sollten die Verkehrsanbieter zusammen arbeiten, um die Kombinationen für jeden lukrativ darstellen zu können.


Durch Corona wird darüber hinaus das eigene Lebensmodell auf den Prüfstand gestellt: Die Studienteilnehmer wollen einen perfekten Mix aus „ländlichem Leben“ und Fernreisen“. Das „ländliche Leben“ steht für Homeoffice und in der Folge weniger Arbeitswege. Somit wird das Arbeiten umweltfreundlicher. Das ist gut fürs ökologische Gewissen. Das Arbeiten von zu Hause eröffnet neue Wohnoptionen wie den Umzug aufs Land. Setzt sich der Trend durch, benötigen sie auf jeden Fall ein Auto. Denn noch ist die öffentliche Verkehrsinfrastruktur zu mager.




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