Neuer Kundensportler: Porsche 911 GT3 Cup jetzt stärker und schneller

Lukas Schmidt

17 Dez. 2020

1/8
Porsche stellt die jüngste Generation des neuen 911 GT3 Cup vor, der ab der Saison 2021 als neues Wettbewerbsfahrzeug für den Porsche Mobil 1 Supercup sowie die nationalen Porsche Carrera Cups dient.

Der 911 GT3 Cup ist die erste Rennversion auf Basis der aktuellen Generation 992 und das erste Markenpokalauto von Porsche, das mit einer turbobreiten Karosserie auftritt. Mit einer Leistung von rund 375 kW (510 PS) übertrifft es seinen direkten Vorgänger um 25 PS. Der neue GT3 Cup ist zudem für den Betrieb mit synthetischen Kraftstoffen ausgelegt, die eine signifikante CO2-Reduzierung im Rennbetrieb ermöglichen. Die Rundenzeiten mit dem komplett neu entwickelten Cup-Elfer sollen sich je nach Streckenprofil um gut ein Prozent verbessern.


Seit 1990 vertreibt Porsche den 911er als Cup-Fahrzeuge für den Kundensport. Nach 4.251 verkauften Exemplaren geht der Kundensportler in die siebte Generation (Alle Bilder: Porsche)


„Als Basismodell für die Carrera Cups und den Porsche Mobil 1 Supercup hat der 911 Geschichte geschrieben – kein anderer Rennwagen fand seit 1990 so viele zufriedene Kunden wie der Neunelfer“, betont Michael Dreiser, Vertriebsleiter Porsche Motorsport. „Der neue 911 GT3 Cup schlägt jetzt das nächste Kapitel auf. Unser Ziel ist es, mit ihm in den kommenden Jahren die 5.000er-Marke in der Produktion zu überspringen. Wie seine Ahnen und Urahnen wird auch dieses Modell wieder einer ganzen Generation talentierter Rennfahrer den Weg in den Profisport erleichtern und weltweit das Gesicht unseres Kundensport-Engagements prägen.“



Bereits 2018 ist das Grundkonzept für das jüngste Modell entstanden, die konkrete Entwicklung begann 2019. Auch der neue 911 GT3 Cup läuft in Zuffenhausen neben den Serienmodellen vom Band. Er bietet im Vergleich zu seinem Vorgänger verbesserte Performance, aggressiveres Design, einfacheres Handling und höhere Dauerhaltbarkeit bei geringerem Aufwand für Einsatz und Wartung.



Die turbobreite Leichtbaukarosserie, eine Premiere beim Cup-Auto, sorgt für einen prägnanteren Auftritt und optimierte Aerodynamik. Auch die Kombination aus 12 Zoll breiten Felgen an der Vorder- und 13-Zoll-Rädern an der Hinterachse wirkt sich positiv auf das Handling und die Fahrbarkeit des Rennwagens aus. Für Abrieb sorgen der Heckbürzel mit größerem Heckflügel und die Frontschürze mit Bugspoilerlippe und an den Rennbetrieb angepassten Abrisskanten.



Der Vorgänger bestand zu 70 Prozent aus Stahl und zu 30 Prozent aus Aluminium. In der neuen Generation hat sich dieses Verhältnis umgekehrt. Trotzdem bringt er mit einem Leergewicht von 1.260 Kilogramm rund 35 Kilogramm mehr auf die Waage. Daran ist unter anderem die um zusätzliche Streben erweiterten Sicherheitszelle aus Stahl Schuld.


Neben mehr Sicherheit bietet der 911 GT3 Cup auch mehr Einstellmöglichkeiten am Fahrersitz. Das neu gestaltete, oben offene Motorsport-Multifunktions-Lenkrad aus Kohlefaser ist eine Weiterentwicklung aus dem 911 GT3 R. Seine beleuchteten Tasten wurden auf Anregung der Fahrer neu angeordnet.



Den mittig platzierten, 10,3 Zoll großen Farbmonitor haben die Entwickler neu aufgesetzt. Er priorisiert fortan die Anzeige jener Daten und Informationen, die dem Fahrer im Rennbetrieb nutzen. Das Design des Displays wird nach dem Auslesen der Daten für den Computer-Bildschirm übernommen, hierdurch sehen Fahrer und Renningenieur die gleiche Darstellung. Dies erleichtert die Analysen nach der Session. Rund 700 Diagnose-Möglichkeiten stehen zur Verfügung; eine spezifische Software fasst alle Informationen besser verständlich und übersichtlicher zusammen.



Während die Hinterachse gegenüber der Serie prinzipiell unverändert bleibt, werden die Vorderräder fortan von Doppelquerlenkern und spielfreien Uniball-Lagern geführt. Dies ermöglicht ein präziseres Einlenkverhalten und vermittelt ein besseres Gefühl für die Vorderachse.


Auf der Motorenseite bleibt der 911 GT3 Cup beim Saugerprinzip. In der Rennversion entwickelt der 4,0 Liter große, wassergekühlte Sechszylinderboxer 375 kW (510 PS) und erreicht seine maximale Leistung bei 8.400/min. Je nach Rennserie, Reglement und Strecke stehen drei verschiedene Abgasanlagen zur Wahl.



Mit kleinen Veränderungen hat Porsche außerdem die Wartungsvorgänge optimiert oder Intervalle verlängert. Insgesamt wirkt das Modell noch durchdachter und bietet zahlreiche Verbesserungen, die das Leben der Kundensportler und vor allem ihrer Werkstattteams vereinfachen sollen. Ab Februar 2021 werden die ersten Fahrzeuge an die Teams ausgeliefert, dann kann der neue Porsche 911 GT3 Cup auch in freier Wildbahn erlebt werden.

360°

Details

Gebraucht

Videos

News

Du weißt nicht, welches Auto zu Deinem Lebensstil passt? Frag YesAuto! Unser Kaufberater zeigt Dir alle Informationen, die Du brauchst um die richtige Entscheidung zu treffen.

Lukas Schmidt

17 Dez. 2020