Moderne Technik, gleicher Einstiegspreis: So kommt der neue Opel Astra L (6. Gen.)

Ralf Kund

02 Sept. 2021

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Der Opel Astra kommt in die sechste Generation – hier erfährst Du, was am Astra L neu ist und was Opel über den nächsten Kompakten verspricht

(Fotos: Opel)

Recht kurz war das Leben der letzten, 5. Astra-Generation, die 2015 auf den Markt kam und 2019 geliftet wurde. Recht viel ist auch passiert in dieser Zeit, in der Opel erst vom französischen PSA-Konzern übernommen wurde um dann seit Anfang diesen Jahres zusammen mit PSA im FCA-Konzern (Fiat-Chrysler) aufzugehen. Für den aktuellen Astra bedeutet das: Statt auf einer Plattform von General Motors aufzubauen, nutzt die 6. Ausgabe des Bestsellers (15 Millionen Astra wurden seit 1991 verkauft) die EMP2-Plattform (Efficient Modular Platfom 2), die nicht nur eine Hybridisierung, sondern auch eine rein elektrische Antriebsart (Astra-e) ermöglicht, die Opel für 2023 ankündigt.

Zum Einstieg werden drei Verbrenner, zwei Dreizylinder-Benziner mit 110 oder 130 PS und ein Diesel mit 130 PS sowie zwei Hybrid-Aggregate angeboten. Die warten mit Gesamtsystemleistungen von 180 oder 225 PS auf und setzen auf einen 12,4 kWh-Akku, der 60 Kilometer rein elektrisches Fahren erlaubt. Überraschend bleibt der Einstiegspreis für den kleinsten Benziner gleich: 22.465 Euro kostet weiterhin der Einstieg in die Welt des Dauerbrenners, der im Unterschied zu seinen Vorgängern nicht mehr in England oder Polen, sondern im Opel-Stammwerk in Rüsselsheim gebaut wird.

Dass für Nummer 6 moderne Zeiten anbrechen sollen, ist dem Rüsselsheimer schon von außen anzusehen. Wie auch schon Grandland, Crossland oder Mokka, allerdings ohne SUV-Zierrat, zeigt jetzt auch der Astra die aktuelle Markenlinie mit der Vizor-Front. Deren moderne Erscheinung ist vom Einsatz des adaptiven „Intelli-Lux LED Pixel Lichts“, so die offizielle Opel-Wortschöpfung, geprägt, bei der 168 LED-Elemente zum Einsatz kommen und für mehr Helligkeit und eine präzisere Ausleuchtung sorgen sollen. Das kennst Du vielleicht aus dem Insignia. Reizvolle Sicken an Motorhaube und den Seiten, ausgestellte hintere Kotflügel und die dynamisch abfallende Dachpartie ergeben eine stimmige Gesamterscheinung.

Modern und zeitgemäß wirkt auch der Innenraum, das Cockpit wird von zwei Zehn-Zoll-Monitoren dominiert. Großen Wert legte man auf die Ergonomie, was sich etwa bei den optionalen, AGR-zertifizierten Sitzen (AGR=Aktion Gesunder Rücken e. V.) zeigt, die es in einer sportlichen und einer komfortablen Ausführung gibt. Sportlich orientierte Fahrer werden sich nicht nur über die jetzt tiefere Sitzposition freuen. Auch beim Fahrwerk will Opel viel Augenmerk auf die Fahrstabilität gelegt haben, um so bei höheren Geschwindigkeiten für Fahrspaß zu sorgen. Die oben erwähnten Monitore, von denen der rechte als Touchscreen für die Steuerung von Infotainment und Navigation fungiert, können optional unter einen gemeinsamen Glasoberfläche zusammengefasst werden. Apple CarPlay oder Android Auto werden unterstützt, dazu gibt es ein optionales Head-Up-Display. Die teilweise optionalen Assistenzsystem werden von fünf Kameras und Radarsensoren realisiert und können beim Parken, beim Halten oder Wechseln der Spur helfen und unterstützen im Stop-and-Go-Betrieb.

Mit 4374 Millimetern überragt der Neue den Alten gerade mal um vier Millimeter, die Breite wuchs auf 1860 Millimeter, der Radstand um 13 auf 2675 Millimeter. Das Kofferraumvolumen gibt Opel mit 422 bis 1250 Liter an.


Während Opel die Kombiversion Sports Tourer bereits ankündigt, hüllt man sich bezüglich einer sportlichen OPC-Version noch in Schweigen. Gesetzt ist dagegen der rein elektrische Astra, über den Opel aber auch noch keine technischen Einzelheiten verrät.          

Ralf Kund

02 Sept. 2021