Neuer Peugeot 308 enthüllt

Mathias Keiber

26 März. 2021

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Zum Generationswechsel ist der Kompakt-Löwe nicht nur deutlich gewachsen, es gibt ihn nun auch mit Plugin-Hybrid-Antrieb.

Peugeot will mit dem 308 in dritter Generation wieder in der Kompaktklasse angreifen. Angepeilt im Segment ist ein Marktanteil von 2 Prozent – 2020 waren es hierzulande nur noch 1,3 Prozent. Einfach wir das jedoch nicht. Denn in der hart umkämpften Kompaktklasse tritt das Modell nicht nur gegen den unverrückbaren Platzhirsch aus Wolfsburg an, sondern auch gegen Konkurrenz aus dem eigenen Konzern. Zum Beispiel gegen den 2020 erneuerten Citroën C4, zum Jahresende kommt dann auch noch der neuen Opel Astra dazu, ebenso der DS4.

Es gilt also, aufzufallen und sich intern abzugrenzen. Entsprechend stark verändert präsentiert sich der 308 in neuer Generation. Etwa ist er um ganze 11 Zentimeter auf nun 4,36 Meter in die Länge gewachsen. Auch den Radstand hat Peugeot gestreckt: um 5,5 Zentimeter auf 2,68 Meter. Hinterbänklern bringt das 3 Zentimeter mehr Beinfreiheit. Das Kofferraumvolumen hat indes um 14 auf nun 365 Liter abgenommen. Unter dem Kofferraumboden in Höhe der Ladekante gibt es aber noch weiteren Stauraum. Bei umgeklappter Rückbank passen maximal 1323 Liter rein. Mehr Platz bietet die später im Jahr debütierende Kombivariante SW: Sie ist 5 Zentimeter länger als Steilheckversion, das Kofferraumvolumen soll sich zwischen 443 und 531 Litern bewegen. Praktisch: die Rückbank des SW ist im Verhältnis 40/20/40 geteilt umklappbar.

Selbstredend zeigt sich der Generationswechsel nicht nur an den Dimensionen. An der Front kommen erstmals bei Peugeot Matrix-LED-Scheinwerfer zum Einsatz, dazwischen prangt das neue Emblem der Löwenmarke. Das Nummernschild ist weiter nach unten gewandert, es sitz nun quasi auf dem Stoßfänger. Eine neue LED-Leuchtsignatur erstrahlt am Heck: Es bleibt bei drei Streifen, doch sind die nun horizontal angeordnet, statt zuvor vertikal. Auch innen lichtspielt es anders als bisher. Wie beim 208 ist nun auch für den großen Bruder ein dreidimensionales Kombiinstrument verfügbar. In der Diagonale misst es 10 Zoll. Ganz neu ist der Touchscreen in der Mitte: Ans 10 Zoll große Navi-Display schließt an der unteren Kante ein weiterer Touchscreen an. Er ist leicht angewinkelt und ersetzt die Tastenblende der Vorgängergeneration. Mehr Touch-Bedienung ist zwar nicht zwangsläufig besser, allerdings sind die Touch-Flächen erfreulich groß und ihre Belegung frei konfigurierbar. Nach wie vor über einen Drehknopf lässt sich jedoch die Lautstärke der Audio-Anlage von Focal einstellen. Gut so.

Zum Aufladen von Smartphones gibt es in der Mittelkonsole eine induktive Ladestation, dazu zwei Getränkehalter, zwei USB-C-Anschlüsse, 34 Liter Stauraum, eine Armlehne sowie die Antriebsarmaturen. Die „Mirror Screen“-Funktion ist nun nicht nur kabellos, obendrein können zwei Smartphones gleichzeitig per Bluetooth mit dem System verbunden werden. Fahrer und Beifahrer nehmen optional auf Sitzen mit AGR-Gütesiegel (Aktion Gesunder Rücken e.V.) Platz. Auf Wunsch sind die Sitze sogar mit einem 8-Wege-Massagesystem ausgestattet.

Bei den Assistenzsystemen macht der 308 einen weiteren Schritt hin zum teilautonomen Fahren: Ab Ende des Jahres ist das „Drive Assist 2.0“-Paket erhältlich, das neben der adaptiven Geschwindigkeitsregelung mit Stop-and-Go-Funktion und dem Spurhalteassistenten neue Funktionen auf Fahrbahnen mit getrennten Fahrspuren bietet: Zum Beispiel den halbautomatischen Spurwechsel, der Fahrern vorschlägt, das vorausfahrende Fahrzeug zu überholen und danach zwischen 70 km/h und 180 km/h wieder zurück in die Spur wechselt. Je nach Ausstattung serienmäßig oder optional sind ein Totwinkelassistent mit 75 Metern Reichweite, ein Gefahren-Alarm beim Rückwärtsfahren, eine hochauflösende 180-Grad-Rückfahrkamera mit integrierter Reinigungsdüse sowie eine Einparkhilfe mit 360-Grad-Umgebungsansicht.

Das Angebot bei den Motorisierungen ist dreierlei: Selbstzünder, Otto und Plugin-Hybrid. Einziger Diesel im Programm ist der 1,5l Blue HDi mit 130 PS, den 1,2-Liter-Benziner mit drei Zylindern gibt es wahlweise mit 110 PS oder 130 PS. Otto und Selbstzünder lassen sich alternativ zum manuellen Sechsgang-Getriebe mit einer Achtgang-Automatik kombinieren. Beide Plugin-Hybride sind generell mit dem automatischen Getriebe ausgestattet. Dabei kommt der 180e auf eine Systemleistung von 180 PS, der 225e auf 225 PS. Die elektrische Reichweite beträgt 60 beziehungsweise 59 Kilometer nach WLTP.


Ab Juni nimmt Peugeot Bestellungen entgegen, der Marktstart ist für Ende September / Anfang Oktober angepeilt. In etwa zur gleichen Zeit soll dann auch die Kombiversion vorgestellt werden. Mit deren Markstart ist jedoch erst 2022 zu rechnen. Zu den Preisen sagt Peugeot aktuell noch nichts.


(Fotos: Peugeot)

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Mathias Keiber

26 März. 2021