Neues Konzept: IAA für alle

1/2
Die Automobilausstellung IAA wagt den Neustart. Am 7. September startet die etwas andere Show in München. Denn es geht nicht mehr nur um neuste Modelle, sondern um neue Mobilität.

(Abbildungen: VDA)


Was waren das doch für Zeiten, als man wusste, Mercedes-Benz findet man während der IAA in der Frankfurter Festhalle, Volkswagen belegt mit seinen Marken Riesenflächen und außen tobt sich Audi aus. Zuletzt sanken jedoch die Besucherzahlen dramatisch. Die Proteste von Umwelt-Verbesserern vor den Messeeingängen häuften sich und brachten die PS-Show ins Gerede. Gründe dafür, dass die Zeiten Geschichte sind, in denen die PS-Jünger in die hessische Metropole pilgerten und ihren Traumautos für einen Moment ganz nahekamen.


Die Zukunft der Automesse entscheidet sich dieses Jahr in München und sie heißt nicht mehr nur IAA, sondern IAA Mobility. Damit startet die Autoindustrie ein Hybrid-Konzept mit vier Schwerpunkten: dem „Summit“ der „Conference“, der „Blue Lane“ und dem innerstädtischen „Open Space“. Unter dem Motto „What will move us next“ präsentiert die Auto-, Fahrrad- und Tech-Industrie ihr neues Verständnis von Mobilität und für Kunden.


Nur digital wollte man nicht machen. Die Gamescom in Köln wagte als erste eine rein digitale Show. Am Ende war der „Traffic“ zwar extrem hoch, aber eine Umfrage unter den Usern ergab, dass sie auf die Präsenz nicht verzichten wollen. Da liegt es nahe, dass der mächtige Verband der deutschen Autoindustrie (VDA) das Beste aus allen Welten suchte und sich für sowohl als auch entschied.


Dass das erfolgreich sein könnte, bestätigte das „Global Exhibition Barometer“ vom Januar dieses Jahres: Danach halten circa 50 Prozent der Befragten einen Push für hybride Messen für sehr wahrscheinlich, etwas mehr als 30 Prozent für ganz sicher.


Also wird es auf der IAA Mobility in München eine Mixtur aus Präsenzveranstaltungen und digitalen Angeboten geben. Via Livestreams kann jeder in der Welt teilnehmen, wer jedoch Trends und Technik in weiß-blauer Umgebung mehr schätzt als online, dem wird einiges aufgefahren.


Summit und Conference: Da wäre zu einen der Summit und die Konferenz-Area auf dem Messegelände. Hier soll sich die Fachwelt treffen und die Marken- und Produktpräsentationen konzentriert werden. Im Vordergrund stehen die Innovationen und nicht mehr die Flotten der Hersteller und der Zulieferer. Darüber hinaus finden in den Hallen in München-Riem Konferenzen und Foren statt. Dafür werden sechs Tage veranschlagt.


Blue Lane: Die Teststrecke zwischen Messe und dem Zentrum der bayerischen Hauptstadt wird zum „Catwalk“ für die Nachhaltigkeit. „Dort kann jedermann „neue Mobilitätsformen und emissionsarme Antriebstechnologien im Rahmen eines Pilotprojektes selbst ausprobieren und ,erfahren’“, verspricht der Veranstalter, der zudem den öffentlichen Nahverkehr in das Konzept einbindet.


Open Space: Mit dem Open Space spricht die IAA 2021 alle an, die in München sind oder sich während der IAA in der bayerischen Hauptstadt aufhalten. An den städtischen Hotspots wie auf dem Marien- und Odeonsplatz werden Events organisiert, die als Forum für Debatten über Visionen, Innovationen und nachhaltige Mobilitätslösungen für die Zukunft dienen werden. So sollen Käufer, Konsumenten, Klimaschützer und Hersteller ins Gespräch kommen.


Ob das Konzept aufgeht, ist entscheidend für die Zukunft von Automessen. Nicht alle scheinen überzeugt. So kommen beispielsweise einige Volkswagen-Marken nicht in die Isarmetropole.

360°

Details

Gebraucht

Videos

News

Du weißt nicht, welches Auto zu Deinem Lebensstil passt? Frag YesAuto! Unser Kaufberater zeigt Dir alle Informationen, die Du brauchst um die richtige Entscheidung zu treffen.