Neuzulassungen: DS in mit höchster E-Auto-Quote

Mathias Keiber

24 Aug. 2021

Die Franzosen steuern beim anteilsmäßigen Absatz in Deutschland auf 50 Prozent zu. Keine heimische Marke schafft es aktuell in die Top 3.

Man kennt das ja von Multi-Marken-Konzernen: die eine Tochter hat die Führungsrolle für dies, die andere für jenes. Bei besonders wichtigen Themen sind es dann meist auch die besonders wichtigen Marken, die die anderen mitreißen sollen. Ein ganz wichtiges Thema im aus der Fusion von PSA und FCA hervorgegangenen Stellantis-Konzern ist die Elektromobilität. Bis 2030 will CEO Carlos Tavares 70 Prozent des Absatzes in Europa und 40 Prozent in den USA mit „Low Emission Vehicles“ erzielen.


Opel soll in diesem Zuge bis 2028 in Europa zur reinen Elektro-Marke werden. Das konzerninterne Zugpferd in Sachen Elektrifizierung sind die Rüsselsheimer aber nicht. Allerdings auch nicht Peugeot das in der Rangordnung vor Opel steht. Nein, tatsächlich soll die außerhalb Frankreichs bislang kaum wahrnehmbare Pariser Premiummarke DS zum Aushängeschild der Elektrifizierung bei Stellantis werden. Deren weltweiter Absatz bewegt sich aktuell nur im fünfstelligen Bereich, doch die Marke wächst vielerorts beständig. Ab 2024 sollen nur noch vollelektrische DS-Modelle auf den Markt kommen.


In der Neuzulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamts zeigt sich die Offensive schon jetzt: Kein Hersteller von Autos mit Verbrennungsmotor hat in Deutschland eine höhere E-Auto-Quote als die Franzosen. 42,9 Prozent aller zwischen Januar und Juli 2021 hierzulande neu zugelassenen Autos von DS sind voll- oder teilelektrifiziert. Ein Hauptgrund dafür: die verhältnismäßig schmale Produktpalette. Vier Modellreihen gibt es aktuell, auf die sich insgesamt fünf elektrifizierte „E-Tense“-Varianten verteilen – der vollelektrische DS 3 Crossback, der Plugin-Hybrid DS 4, der in zwei Plugin-Varianten erhältliche DS 7 Crossback sowie die Limousine DS 9, ebenfalls ein Plugin-Hybrid (Titelfoto / Quelle: DS). Letzterer ist jedoch erst seit kurzem bestellbar. Unter den insgesamt 1264 bis Ende Juni in Deutschland neu zugelassenen DS taucht er deshalb noch nicht auf. 


Auf deutlich mehr Neuzulassungen in der Bundesrepublik kam zeitgleich Volvo, genau genommen auf insgesamt 25.980. Und beim Elektroauto-Anteil mussten sich die Schweden mit 42,8 Prozent nur ganz knapp den Parisern geschlagen geben. Auf Rang drei landete Hyundai mit 30,4 Prozent bei bundesweit 59.335 Neuzulassungen. Unter den deutschen Marken erreichten Mercedes (29,7 % / 138.102) und Porsche (29,1 % / 16.642) die größten Neuzulassungsanteile mit Elektro-Antrieb innerhalb ihrer Flotte.


In die Statistik ein flossen reine Stromer, Plugin-Hybride und Brennstoffzellenautos. Insgesamt wurden zwischen Januar und Juli deutschlandweit 368.163 solcher Pkw neu zugelassen, der Anteil am Gesamtmarkt lag bei 22,6 Prozent. Im Vorjahr waren es zum gleichen Zeitpunkt nur 8,5 Prozent gewesen. 

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Mathias Keiber

24 Aug. 2021