Neuzulassungen im Juli: Starker Zuwachs bei BEV, Diesel 20% abwärts

Arne Roller

05 Aug. 2021

Die Gewinner und Verlierer unter den Fahrzeugklassen, Herstellern und Antriebsarten.

Für den Juli 2021 verzeichnet das Kraftfahrt-Bundesamt 236.393 neu zugelassene Fahrzeuge. Das sind 24,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Zudem stellt der Juli den ersten Rückgang nach vier Wachstumsmonaten dar. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres kamen mit insgesamt 1.627.282 zugelassenen Neuwagen 6,7 Prozent mehr Neuwagen auf den Markt als im besonders schweren Krisenjahr 2020. Das Vorkrisenniveau ist aber noch lange nicht erreicht: Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Jahres 2019 meldet das KBA dieses Jahr ein Viertel weniger Pkw-Neuzulassungen.



Fahrzeugklassen: Nur die Minis legen zu


Zwar gab es im Juli 2021 15,5 Prozent weniger Neuzulassungen von SUV, aber die Allrounder sind mit 24,6 Prozent Marktanteil nach wie vor die stärkste Fahrzeugklasse. Als einziges Segment konnten die Minis zulegen (+8,6 Prozent). Die Kombination aus einem stärkeren Umweltbewusstsein und der starken Förderung von E-Kleinstwagen dürften für diesen Ausschlag nach oben verantwortlich sein. Der Marktanteil der Minis liegt nichtsdestotrotz weiterhin bei lediglich 6,3 Prozent.



Hersteller: Opel und Tesla stark


Opel konnte im Juli als einzige deutsche Marke einen Zuwachs von 16 Prozent vorzeigen. Bei allen anderen deutschen Herstellern gab es kräftige Rückgänge, die bei Ford (-47,8 Prozent), Mercedes-Benz (-37,6 Prozent) und Smart (-30,1 Prozent) am stärksten ausfielen.


Unter den Importmarken zeigt sich Tesla mit einem Zuwachs von 140,9 Prozent bärenstark. Dagegen scheint das Plus von Land Rover mit 2,6 Prozent mickrig. Immerhin können die Briten überhaupt einen positiven Trend vorweisen. Andere Importmarken haben sinkende Absätze zu beklagen, darunter JeepRenault, Nissan, Honda und sogar Skoda mit jeweils knapp über 40 Prozent Minus. Die Tschechen bleiben mit einem Marktanteil von 5,5 Prozent aber der führende Importeur. Am schlimmsten traf es die Koreaner von SsangYong und Subaru aus Japan (-50,2 Prozent).



Antriebe: Klare Zeichen


Der Diesel gibt ein trauriges Bild ab: Minus 47,9 gegenüber dem Vorjahresmonat für den einstigen deutschen Parade-Antrieb. Damit fällt der Marktanteil des Selbstzünders auf 19,7 Prozent. Auch die reiner Benziner ließen deutlich federn (-39,4 Prozent). Das aufstrebende Wunderkind der Stunde ist das E-Auto: 25.464 neue Stromer im Juli bedeuten eine Steigerung von 51,6 Prozent und insgesamt 10,8 Prozent der gesamten Neuzulassungen. Ob mit oder ohne Stecker bleibt der Hybrid mit einem Anteil von 29,5 Prozent (+33 Prozent) der Platzhirsch. Erfreulich: Mit jetzt 122,7 g/km ging der durchschnittliche CO2-Ausstoß der neu zugelassenen Fahrzeuge um 15,1 Prozent zurück.


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Arne Roller

05 Aug. 2021