Next Level – Škoda Strategy 2030: 3 Fragen beantwortet

Lukas Schmidt

28 Juni. 2021

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Die Tschechen wollen mit einer neuen Strategie erfolgreich durch die 2020er Jahre steuern und in die Top Fünf der absatzstärksten Autoherstellern Europas vorstoßen. Dafür setzt sich Škoda ambitionierte Ziele in den Bereichen Internationalisierung, Elektrifizierung und Digitalisierung.

Expand, Explore, Engage: Viel Marketingsprech für die ambitionierten Ziele (Alle Bilder: Škoda)


Was plant Škoda?


Die neue Unternehmensstrategie „Next Level – Škoda Strategy 2030“ baut auf der bisherigen Strategie 2025 auf. Für den Weg in die Zukunft hat das Unternehmen eine neue Vision formuliert: „We will help the world live smarter“. Die Vision wird von einer neuen Mission flankiert: „Modern accessible mobility with everything you need and surprises you love.” Gleichzeitig halten die Tschechen an den bewährten Markenwerten „simplifying“, „human“ und „surprising“ fest.


Kern der künftigen Entwicklung der Marke ist, Tschechien zu einem Elektromobilitäts-Hub zu entwickeln und in den heimischen Werken E-Komponenten und E-Fahrzeuge zu entwickeln und zu fertigen. Um die Transformation zu finanzieren, darf Škoda für den VW-Konzern fleißig in die Schwellenmärkte Indien, Russland und Nordafrika expandieren. Als jährliches Absatzziel für die drei Regionen stehen 1,5 Millionen Einheiten im Raum. Dafür hat Škoda bereits das SUV Kushaq für Indien aufgelegt, und will das Modell nun auch in anderen Schwellenländern anbieten. Um in den europäischen Märkten weiter zu wachsen will die Marke nicht mehr nur nach oben und in Richtung SUVs wachsen, sondern mit dem Fabia und Einstiegspreisen unter 14.000 Euro weiterhin erschwinglich bleiben. Drei neue E-Modelle unterhalb des Enyaq sollen den Umstieg in die E-Mobilität erleichtern.

Was wird aus Simply Clever?


Der bekannte Marken-Slogan soll weiterleben und Škoda zum Benchmark in Sachen User Experience machen. Jeder Kunde soll die Fahrzeuge und Services auf Anhieb intuitiv bedienen können. Ein erstes Leuchtturmprojekt ist der PowerPass, der das Laden eines elektrifizierten Modells einfach und bequem macht. Er wird in über 30 Märkten verfügbar sein und lässt sich an mehr als 210.000 Ladepunkten in Europa verwenden. Gleichzeitig soll auch der Kauf eines Neufahrzeugs noch angenehmer werden. So baut das Unternehmen das Konzept des virtuellen Verkaufsraums weiter aus und setzt sich zum Ziel, bereits 2025 jedes fünfte Fahrzeug online zu verkaufen.

Welche Ziele setzt sich Škoda?


Die Umweltziele sollen verschärft werden. Das Unternehmen will seine Flottenemissionen um mehr als 50 Prozent im Vergleich zu 2020 reduzieren und fertigt die Fahrzeuge ab 2030 in allen tschechischen und indischen Werken CO2-neutral. Der elektrische Anteil an den Verkäufen der Marke soll in Europa bis 2030 auf 50 bis 70 Prozent steigen. Auch das Thema Diversität rückt in den Fokus: Bis 2030 soll jede vierte Managementposition von einer Frau besetzt sein und die Sicherung der Arbeitsplätze steht durch Aus- und Weiterbildungsmaßnahem im Fokus.


In Punkto Finanzen setzt das Unternehmen auf Effizienz und Einfachheit: Angestrebt wird die Kostenführerschaft im europäischen Kernwettbewerb in Verbindung mit einer nachhaltigen Umsatzrendite von mindestens 8 Prozent. Gleichzeitig vereinfacht das Unternehmen konsequent seine Prozesse, baut Bürokratie ab und reduziert Komplexität. Für Kunden heißt das, dass die Komplexität des Angebots mittelfristig durch die schrittweise Elektrifizierung der Modellpalette um 40 Prozent reduziert werden soll. Also weniger Extras und Varianten und dafür mehr Serie.

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Lukas Schmidt

28 Juni. 2021