Nissan EV36Zero: 3 Fragen beantwortet

Lukas Schmidt

15 Juli. 2021

1/3
Nissan plant den Bau eines milliardenschweren EV-Kompetenzzentrums mit eigener Batteriefertigung in Großbritannien. Außerdem versprechen die Japaner ein komplett neues Crossover.

Auch Nissan setzt voll auf die Batterie und setzt in Großbritannien auf ein neues Elektro-Zentrum (Alle Bilder: Nissan)


Was plant Nissan?


Unweit des britischen Nissan-Standorts Sunderland soll ein weltweit einzigartiges Fertigungszentrum für E-Autos entstehen, das die Dekarbonisierungsstrategie der Japaner beschleunigt. Nissan, der Batteriepartner Envision AESC und die Stadt Sunderland investieren zunächst eine Milliarde britische Pfund (umgerechnet rund 1,17 Milliarden Euro). Dabei umfasst das Projekt Nissan EV36Zero drei miteinander verbundene Initiativen zur Produktion von Elektrofahrzeugen, erneuerbarer Energien und Batterien.


Dahinter steckt ein ganzheitlicher Ansatz, der nicht nur die Entwicklung und Produktion von E-Fahrzeugen, sondern auch die Nutzung der Antriebsbatterien als stationärer Energiespeicher und ihre Wiederverwendung für Sekundärzwecke umfasst. An dem neuen Standort sollen jährlich bis zu 100.000 Batterien gefertigt werden können, angepeilt ist eine CO2-Neutrale Produktion, die durch smarte Technologien optimiert wird und durch bis zu zehn neue Solarparks mit einer voraussichtlichen Leistung von 132 Megawatt (MW) angetrieben wird.

Was wissen wir zum neuen Modell?


Als Teil der Ankündigung will Nissan bis zu 423 Millionen britische Pfund (ca. 493 Millionen Euro) in die Entwicklung eines vollkommen neuen vollelektrischen Fahrzeug der nächsten Generation investieren. Durch die Kombination von Crossover-Eigenschaften und den Erfolgszutaten des Nissan Leaf entsteht ein Fahrzeugdesign der Zukunft, das Effizienz und Batterietechnologie verbindet und so den Umstieg auf elektrisches Fahren vereinfachen soll. Der neue Crossover baut auf der CMF-EV-Plattform der Allianz auf und wird von Sunderland aus in die europäischen Märkte exportiert. Das Produktionsvolumen soll bis zu 100.000 Einheiten betragen. Weitere Produktionsstandorte für das neue Modell sind bis jetzt noch unbestätigt. Details zum neuen Crossover-Modell, darunter auch Preise und Technologien, werden kurz vor dem Verkaufsstart bekanntgegeben.


Welchen Anteil hat Envision AESC an dem Projekt?


Der Batteriehersteller betreibt in Sunderland das europaweit erste Batteriewerk. Es wurde 2012 für die lokale Produktion des Nissan Leaf errichtet. Dadurch verfügt das britische Team nunmehr über neun Jahre Erfahrung in der Fertigung und Lieferung hochwertiger Batterien. Bislang wurden dort Zellen, Module und Batteriepakete für mehr als 180.000 Einheiten der E-Modelle Leaf und e-NV200 für 44 Länder hergestellt. Für das neue Nissan Modell investiert Envision AESC nun 450 Millionen britische Pfund (ca. 525 Millionen Euro) in eine neue Gigafactory für die Batterietechnologie der nächsten Generation. Die Gigafactory entsteht direkt neben dem Nissan-Werk und bietet zunächst eine Kapazität von neun Gigawatt (GWh). Bis 2030 ist der Ausbau in weiteren Schritten auf bis zu 25 GWh denkbar, die potenzielle Maximalkapazität an diesem Standort wird mit 35 GWh beziffert. Die dort gefertigten Batterien der 5. Generation bieten eine um 30 Prozent höhere Energiedichte für mehr Reichweite und Effizienz. Damit wird Sunderland und der Nordosten zum Zentrum eines neuen EV-Hubs in Großbritannien.

360°

Details

Gebraucht

Videos

News

Du weißt nicht, welches Auto zu Deinem Lebensstil passt? Frag YesAuto! Unser Kaufberater zeigt Dir alle Informationen, die Du brauchst um die richtige Entscheidung zu treffen.

Lukas Schmidt

15 Juli. 2021