Nissan will bis 2050 klimaneutral werden

Mathias Keiber

02 Feb. 2021

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Die Japaner sagen „Ja!“ zum Pariser Klimaabkommen – und bringen entsprechende Initiativen an den Start.

Wie der Volkswagen-Konzern will auch Nissan bis 2050 zu einem klimaneutralen Unternehmen werden. Das heißt: Sowohl im Geschäftsbetrieb als auch über den Lebenszyklus seiner Produktpalette hinweg wollen die Japaner Klimaneutralität erreichen. In einem ersten Schritt soll hierfür bis Anfang der 2030er Jahre jedes neue Nissan Modell in den Schlüsselmärkten elektrifiziert werden.


Ein Hauptfokus ist dabei auf die Batterie-Fertigung gerichtet, einschließlich Festkörper- und verwandter Technologien, um kostenmäßig wettbewerbsfähige und effizientere Elektrofahrzeuge zu bauen. Auch sollen die elektrifizierten „E-Power“-Antriebsstränge weiterentwickelt werden. Ziele dabei sind ein höherer thermischer Wirkungsgrad und eine höhere Effizienz der Wechselrichter.

Nissan-Chef Uchida. (Alle Abbildungen: Nissan)


Doch geht die Strategie über Fahrzeuge selbst hinaus, zum Beispiel mit der Entwicklung eines Batterie-Ökosystems zur Unterstützung dezentraler Stromerzeugung für Gebäude mit erneuerbaren Energiequellen. Nissan strebt hierbei eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem Energiesektor an, um die Dekarbonisierung der Stromnetze zu unterstützen.


Weiterhin geplant sind Innovationen bei den Fertigungsprozessen zur Steigerung der Produktivität in der Fahrzeugmontage – beginnend mit der sogenannten „Nissan Intelligent Factory Initiative“. Das Unternehmen zielt auch auf eine höhere Energie- und Materialeffizienz ab, um CO2-Neutralität zu unterstützen.


„Wir sind fest entschlossen, zur Schaffung einer CO2-neutralen Gesellschaft beizutragen und die globalen Bemühungen gegen den Klimawandel zu beschleunigen“, sagt CEO Makoto Uchida. „Wir werden weiterhin Innovationen vorantreiben, die das Leben der Menschen bereichern, während wir eine nachhaltige Zukunft für alle anstreben.“

Der Leaf war der erste reinrassige Stromer in Massenproduktion.


Wiederum wie Volkswagen wird auch Nissan nicht müde, dabei auf das Pariser Klimaabkommen zu verweisen, das man mit bereits langjährig unterstütze. In der Tat kann sich Nissan auf die Fahnen schreiben, mit dem Leaf 2010 das weltweit erste Elektroauto für den Massenmarkt etabliert zu haben. Das Modell ist mittlerweile aber in die Jahre gekommen und kann mit aktuellen Modellen anderer Hersteller nicht mehr mithalten. Doch immerhin: Der Leaf hat sich bis heute mehr als 500.000 mal verkauft.

Nissans nächstes reines Elektroauto, der Ariya, soll im zweiten Halbjahr erhältlich sein.


Der zweite vollelektrische Pkw der Marke, das SUV Ariya, soll ab der zweiten Jahreshälfte 2021 erhältlich sein. In insgesamt fünf unterschiedlichen Varianten soll es den Ariya geben. Zudem wird auch der Markenbestseller Qashqai, eines der ersten Kompakt-SUV überhaupt, in dritter Generation stark elektrifiziert. Dafür verantwortlich ist das E-Power-System – eine Kombination aus 140-kW-Elektromotor mit Hochleistungsbatterie, einem Benzinmotor mit variablem Verdichtungsverhältnis und 157 PS, einem Stromgenerator und einem Wechselrichter. Das Besondere dabei: Der Benzinmotor wird ausschließlich zur Stromerzeugung genutzt, während für den Vortrieb die Kraft des E-Motors auf die Räder übertragen wird.

Erster Eindruck des neuen Qashqai.


Bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2023 soll der Absatz elektrifizierter und vollelektrischer Nissan-Modelle auf mehr als eine Million Einheiten pro Jahr steigen. Parallel dazu will das Unternehmen autonome Antriebstechnik in über 20 Modellen in 20 Märkten anbieten und mehr als 1,5 Millionen entsprechend ausgestattete Fahrzeuge verkaufen. Letztlich will Nissan Anfang der 2030er Jahre alle neuen Fahrzeugmodelle in den Schlüsselmärkten Japan, China, USA und Europa vollständig elektrifiziert haben.



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Mathias Keiber

02 Feb. 2021