Patente: Autoindustrie in der Pole Position

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Patente sind ein Seismograf für technischeEntwicklungen und Forschungsaktivitäten. Dank der Elektromobilität fährt die Autoindustrie im weltweiten Ranking der klimafreundlichen Energieentwicklungen vornweg. Und die Schwaben sind hierzulande die emsigsten Forscher.


Ein wesentlicher Innovationstreiber des vergangenen Jahrzehnts war der sprunghafte Anstieg von Technologien im Zusammenhang mit Elektrofahrzeugen. Das wurde in erheblichem Maße durch Fortschritte bei wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Batterien forciert, heißt es in einer gemeinsamen Studie der Internationalen Energie Agentur und des Europäischen Patentamts (im Bild / Quelle: EPO).


Autoindustrie schlägt Energiebranche


Dieser Trend schlägt sich laut Studie auch im Unternehmensranking nieder: Unter den ersten 15 Anmeldern finden sich sechs Automobilunternehmen und sechs ihrer größten Batteriezulieferer. Im Bereich der Endverbrauchstechnologien übertraf im Studienzeitraum die Anzahl der Patentanmeldungen im Zusammenhang mit E-Fahrzeugen alle anderen sauberen Energietechnologien für Straßenfahrzeuge.


Und wo wird‘s erfunden? International steht Japan mit einem Viertel aller Anmeldungen an der Spitze, gefolgt von den Vereinigten Staaten, die 20 Prozent aller Anmeldungen einreichten. Deutschland findet sich mit 12 Prozent Patentanmeldungen auf dem dritten Rang. Hierzulande forschte man in Stuttgart am fleißigsten und wird von den Studienautoren als die deutsche Cluster-Region bezeichnet.

Und wie seit ewigen Zeiten führt Bosch die Hitliste in Deutschland an: „Im Ranking der deutschen Top-Anmelder (2000-2019) für saubere Energietechnologien belegte Robert Bosch den ersten Rang“, heißt es in der Studie. Auch die anderen Unternehmen sind keine Überraschung. Siemens, Volkswagen, Daimler und BASF zählen zu den Spitzenentwicklern. „Insgesamt befinden sich sechs Unternehmen aus der Automobilwirtschaft unter den Top 10 der führenden Anmelder sowie die Fraunhofer Gesellschaft als öffentliche Forschungseinrichtung“, lautet das Ergebnis der Analyse für die Bundesrepublik.


Patentanmeldungen für umweltfreundliche Antriebstechnologien liegen vorn


Es zeigt sich auch, dass Querschnittstechnologien (Batterien, Wasserstoff, intelligente Netze, CO2-Abscheidung) seit 2017 am deutlichsten wachsen. Ihr Anteil am gesamten Patentgeschehen für kohlenstoffarme Energie stieg von 27 Prozent im Jahr 2000 auf 34 Prozent im Jahr 2019.

Die beiden Institutionen werteten global 420.000 sogenannte „Patentfamilien“aus. Darunter versteht man Entwicklungen, für die von Unternehmen oderForschungsinstitutionen in mehr als zwei Ländern die Patentierungbeantragt wurden. Im Bereich Transport, zu dem neben Autos und Transportfahrzeugen auch Züge, Flugzeuge und Schiffe gerechnet werden, zählten die Studienautoren über 116.000Patentfamilien.


Für die Erteilung eines Patents ist die Neuheit eine Grundvoraussetzung für die Patentfähigkeit einer Erfindung. Außerdem muss sie auf einer erfinderischen Tätigkeit beruhen und gewerblich anwendbar sein. Dass viele Patente erteilt wurden, sieht man auch an der zunehmenden Zahl von E-Fahrzeugen auf den Straßen.

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