Polestar 5: So sieht er aus

Mathias Keiber

24 Nov. 2021

Zwar sind vorher noch zwei andere Polestars in der Pipeline, doch jetzt die Schweden geben schonmal einen ersten Eindruck vom für 2024 anberaumten Taycan- und Tesla-Rivalen.

Logiklücken in der Nomenklatur haben in der Autobranche eine gewisse Tradition, selbst im sonst so klaren Schweden. In der Mitteklasse von Volvo heißt die Limousine seit den 00er Jahren S60, während der Kombi zunächst als V70 firmierte. Eine Klasse darüber zog der Kombi numerisch jedoch den kürzeren. Der Limousine S80 wurde alsbald ein Kombi namens V70 zur Seite gestellt – also obendrein auch noch der Name, den zuvor der kleinere Mittelklassekombi getragen hatte. Mittlerweile hat es Volvo auf die Kette bekommen: Alle Modellnamen der Mittelklasse enden mit der Nummer 60, die der oberen Mittelklasse mit der Nummer 90.


Bei ihrem Elektroauto-Jointventure Polestar gehen die Schweden anders vor. Die Modelle werden einfach durchnummeriert. Auf den Polestar 1 folgte 2020 der Polestar 2 – und bis 2024 soll es drei weitere Modelle geben: 2022 den Polestar 3, ein SUV, 2023 den Polestar 4, ein SUV-Coupé, und 2025 den Polestar 5, einen viertürigen GT. Wie dieser sich vom Konzeptwagen Precept zum Serienfahrzeug wandelt, zeigt die Doku-Serie „Precept: From Concept to Car“. In deren dritten Teil ist nun erstmals eine Vorschau auf den ganzen Wagen zu sehen, die dem Precept relativ ähnlichsieht, auch wenn es die gegenläufigen Türen ohne B-Säule nicht in die Serie geschafft haben.


Mit dem Polestar 5 wollendie Schweden im Bereich von Porsche Taycan und Tesla Model S wildern. Auch ein Angriff auf den Mercedes EQS erscheint denkbar. Immerhin soll der Polestar 5 einen Radstand von 3,10 Metern haben. Das sind etwa zwar etwa 10 Zentimeter weniger als der EQS, aber 14 Zentimeter mehr als das Model S und 20 Zentimeter mehr als der Taycan.


Auch wird die Trennschärfe zwischen Volvo und Polestar immer klarer. Während die Mutter zunehmend auf SUV und Gemütlichkeit setzt, zeigt sich Polestar wesentlich sportlicher, dynamischer. Der Polestar 1 war ein automobiler Augenschmaus allererster Güte, der Polestar 5 scheint ebenfalls einer zu werden. Gespannt darf man sein, inwiefern sich die Polestars 3 und 4, also das SUV und sein Coupé-Ableger, von der vollelektrischen Version des Volvo XC40 und vom C40 absetzen.


Ferner ist auch interessant, wie es mit der Nomenklatur weitergeht, wenn die Modelle den ersten Generationswechsel vollziehen. Wird aus dem Polestar 2 dann der Polestar 2B? Oder wird weiter einfach gezählt? Wir werden es sehen.


(Foto: Polestar)

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Mathias Keiber

24 Nov. 2021