Porsche: Nun doch Börsenpläne für den Sportwagenbauer?

Laut der Nachrichtenagentur Reuters arbeiten die VW-Eignerfamilien Porsche und Piëch an Going-Public-Plänen für die Porsche AG. Die Entscheidung soll wohl bald fallen. Geht das Unternehmen an die Börse, können sich Porsche-Fans mit Aktien einkaufen.

(Foto: Porsche)


Insidern zufolge wird hinter den Kulissen verschiedene Modelle für einen Börsengang der Porsche AG durchgespielt, meldet Reuters: „Wir sitzen auf heißen Kohlen. Schon bald könnte die Ankündigung kommen“, zitiert die Nachrichtenagentur eine mit dem Vorgang vertraute Person.


Der Grund für einen möglichen Gang an den Kapitalmarkt sei der Wunsch nach mehr direkten Einfluss der Eignerfamilien auf den Sportwagenbauer, schreibt Reuters. Der ging vor 12 Jahren an den Volkswagenkonzern über, nachdem ein Übernahmeplan von Volkswagen durch Porsche gescheitert war. Seinerzeit einigte man sich darauf, dass die Familien über die Porsche SE zum rechnerisch einflussreichsten Aktionär von Volkswagen wurden. Die Porsche Automobil Holding SE ist mit einem Anteil von 53,3 Prozent an den Stammaktien und 31,4 Prozent am gezeichneten Kapital der Volkswagen Aktiengesellschaft der größte Einzelaktionär des Wolfsburger Konzerns. Weder die die Porsche Holding noch Volkswagen wollten sich laut Agenturmeldung zu den neuen Gerüchten äußern.


Die Spekulation über einen möglichen Börsengang kursiert schon länger. Es gäbe dafür mehrere Varianten. Eine wäre, dass sich die Stuttgarter von Wolfsburg abspalten oder sich die Familie zur Finanzierung für Porsche-Anteile von Volkswagenaktien trennt. Damit könnten Piëchs und Porsches einen guten Anteil an der AG finanzieren.


Wer die Anteile der Familien allerdings kaufen sollte, ist fraglich. Das Land Niedersachsen hat durch das VW-Gesetz schon jetzt die Macht, wesentliche Entscheidungen zu blockieren. Möglicherweise könnte hier Qatar Holding aktiv werden. Natürlich könnten auch chinesische Investoren versuchen, so Einfluss auf Europas größten Autobauer zu erhalten. Sollte es zu einem Börsengang kommen, ist zudem noch offen, wie viel letztendlich von den Porsche-Aktien tatsächlich an der Börse gehandelt werden.


So oder so, die Börsenpläne könnten den Kurs befeuern und spielen dem Wunsch von Volkswagens Vorstandsvorsitzenden Herbert Diess in die Hände, der den Börsenwert des Konzerns gerne steigern möchte.







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