Aufgeladen ins Gelände: Subaru stellt mit dem Solterra sein erstes vollelektrisches Auto vor

Ralf Kund

12 Nov. 2021

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Mit dem Solterra präsentiert Subaru auf der L.A. Auto Show sein erstes eigenes Elektroauto. Genau genommen handelt es sich dabei um einen leichtmodifizierten Badge-Zwilling des Toyota bZ4VX. Die wichtigsten Infos gibt's hier

Willkommen im Club: Mit dem Solterra, einem kompakten Crossover, präsentiert nun auch Subaru sein erstes, rein elektrisch angetriebenes Modell (BEV), das am 17. November auf der Auto Show in Los Angeles seine Weltpremiere feiert. Es steht auf gleicher Basis wie der bereits vorgestellte Toyota mit dem kryptischen Namen bZ4VX und ist Ergebnis der Zusammenarbeit der beiden japanischen Firmen, die mit den beiden Sportmodellen GT86 (Toyota) und BRZ (Subaru) ihren Anfang nahm.

Obwohl sich Solterra und bZ4VX optisch stark ähneln, gibt es markante Unterschiede im Detail. So ist etwa der Bereich um und unterhalb des geschlossenen (nicht vorhandenen) sechseckigen Kühlergrills beim Subaru stärker akzentuiert, auch die Frontleuchten sorgen für eine differenzierte Anmutung. Das kantige Aussehen eint die Zwillingsbrüder ebenso wie die auffälligen schwarzen Kunststoffverkleidungen der Kotflügel.

Angeboten wird der Solterra, dessen Name sich aus den lateinischen Wörtern „Sol“ für Sonne und „Terra“ für Erde zusammensetzt, in zwei Antriebsvarianten: Als Fronttriebler mit 150 kW starkem E-Motor und als Allradler mit zusätzlichem Antrieb an der Hinterachse, der es auf 160 kW bringt. Letzterer ist mit dem Subaru-eigenen X-Mode-Allradabtrieb ausgestattet und soll so die eingeschworen allradorientierten Subaru-Kunden für die elektrische Antriebsform begeistern. Wie bei seinen Benzin-Brüdern koordiniert X-Mode das Zusammenspiel von Motor, Getriebe, Allradantrieb und Bremsen und sorgt so für maximale Traktion auch auf rutschigem Terrain. Zu X-Mode gehört auch eine Bergabfahrhilfe, die bestmöglichen Grip sicherstellt und zudem eine konstante Geschwindigkeit beibehält. Für beste Geländetauglichkeit beträgt die Bodenfreiheit 210 Millimeter.    

Die 71,4 kWh große Lithium-Ionen Batterie des Solterra ist im Unterboden verbaut und erlaubt das schnelle Aufladen mit einer Ladeleistung von 6,6 kW (Wechselstrom) bis 150 kW im Gleichstrommodus. Damit soll der Subaru rund 80 Prozent in 30 Minuten laden können. Voll geladen ist der 2,3 Tonnen schwere Allrad-Crossover (Frontantrieb: 2,2 Tonnen) für rund 460 Kilometer mobil, die Reichweite der frontgetriebenen Variante gibt Subaru mit rund 530 Kilometern an. Zu den Fahrleistungen machen die Japaner bislang ebenso wenig Angaben wie zum Preis. Der dürfte, ähnlich wie bei seinem Zwillingsbruder Toyota, im Bereich von etwa 40.000 Euro für die frontgetriebene Variante liegen.    

Die Karosserie ist 4,69 Meter lang, 1,86 Meter breit und 1,65 Meter hoch, der Radstand beträgt 2,85 Meter. Während der Fronttriebler immer auf 18-Zoll-Rädern steht, sind für den allradgetriebenen Solterra optional auch 20-Zöller zu haben.

Innen finden auf zwei Sitzreihen bis zu fünf Personen Platz. Den Armaturenträger ziert ein großer Touchscreen-Monitor, der Fahrer hat zusätzlich ein digitales Cockpit vor Augen. Android Auto und Apple CarPlay sorgen für zeitgemäße Konnektivität, zudem ist ein kabelloses Ladesystem für Smartphones an Bord.


Der Name Solterra soll den Respekt Subarus vor der Umwelt ausdrücken. Bis 2030 wollen die Japaner 40 Prozent ihrer Modelpalette elektrifiziert anbieten und ab 2035 nur noch BEVs herstellen.


Fotos: Subaru

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Ralf Kund

12 Nov. 2021