Preise DS 4: Pariser Premium kostet extra

Mathias Keiber

27 Mai. 2021

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Wer dachte, DS will Audi, BMW und Mercedes im Kompaktsegment über den Preis attackieren, sieht sich getäuscht. Automobilen „Pariser Chic“ lässt sich die französische Marke fürstlich bezahlen.

(Fotos: DS)


Mit seiner Premiummarke DS will der Stellantis-Konzern vom deutschen Premiumkuchen auch was abhaben und greift in der Kompaktklasse nun unter dem Motto „Designed in Paris, Made in Germany“ (Rüsselsheim) an – mit dem DS 4. In zweiter Generation steht das Modell nicht mehr auf der CMP-Plattform des Citroën C4, sondern teilt sich die Basis mit dem für Ende 2021 erwarteten Opel Astra und dem im Frühjahr bereits vorgestellten Peugeot 308 III.


Und eines ist direkt anzuerkennen: Verstecken braucht sich der muskulös gezeichnete Pariser vor seinen Rivalen aus München Stuttgart und Ingolstadt nicht! Und er geizt auch nicht mit weiteren Details: Zum Beispiel die Verzierung der Heckscheibe durch Emaillierung im Siebdruckverfahren, die von neuer Lichtsignatur, Rautenmuster und dreidimensionalem Kühlergrill geprägte Front, die bündigen Türgriffe und nicht zuletzt auch das imposante Verhältnis zwischen Karosserie und den bis zu 20 Zoll großen Schlappen.

Premium-typisch kommen im Innenraum edle Materialien zum Einsatz, etwa verschiedene Lederarten, Alcantara, geschmiedetes Carbon oder Holz. Dezidiert französische Akzente setzen eine Vielzahl sogenannter „Guillochierungen“, wobei es sich um von der Uhrmacherkunst inspirierte Ornamentmuster handelt. Ein Beispiel dafür ist das „Schwert“, ein verchromtes Designelement auf dem Armaturenbrett, das die Bedienelemente der Klimaanlage und des Lüftungssystems vereint. Damit Fahrer und Beifahrer komfortabel Platz nehmen können, sozusagen „wie Gott in Frankreich“, gibt es Sitze aus genarbtem Leder mit innovativer Schale, dazu eine konfigurierbare Ambiente-Beleuchtung und ein Soundsystem des französischen Highend-Herstellers Focal.


Der Materialmix des DS 4 soll Nachhaltigkeit und Nobleness vereinen, weshalb sich das Konzept „SustainNobility“ nennt. Heißt konkret: Der DS 4 besteht zu 95 Prozent aus wiederverwendbaren Materialien und zu 85 Prozent aus recycelbaren Teilen. 30 Prozent der verbauten Teile bestehen aus erneuerbaren oder recycelten Materialien. Das Armaturenbrett ist vor allem im nicht sichtbaren Teil zu 20 Prozent aus Hanf gefertigt.


Freilich wollen die Franzosen auch in puncto Fahrhilfen glänzen. Basis dessen ist das neu konzipierte Infotainment-System „DS Iris“. Dazu gehört ein Head-Up-Display, das Fahrinformationen mittels Augmented-Reality auf die Straße profiziert, die Gestensteuerung sowie der „DS Drive Assist 2.0.“, der halbautomatisches Überholen ermöglicht. Ebenfalls integriert wurden die aus dem DS 7 Crossback bekannten Systeme „DS Night Vision“ und die weiterentwickelte „DS Active Scan Suspension“.

Drei Varianten gibt es: den regulären Kompakten DS 4, DS 4 Cross mit SUV-Styling und als sportlichen DS 4 Performance. Dazu kommen vier Ausstattungsniveaus und zum Bestellstart die Sonderedition „La Première“. Was diese kosten wird ist noch unbekannt, man sollte sich aber besser schon mal anschnallen. Denn der Einstiegspreis für den Basis-Benziner mit 130 PS starkem Dreizylinder liegt bei 28.900 Euro – 1500 Euro mehr als für den Audi für dem günstigsten A3 verlangt, 1000 Euro mehr als BMW für den Einstiegs-1er und 900 Euro mehr als Mercedes für die Basis-A-Klasse. Der ebenfalls 130 PS starke Einstiegs-Diesel mit Serienausstattung plus startet bei 32.400 Euro, der Plugin-Hybrid mit einer Systemleistung von 225 PS und einer elektrischen Reichweite von bis zu 50 Kilometern steht ab 37.900 Euro in der Preisliste. Kurzum: Etwas frankophil muss man als deutscher Kompaktwagen-Fahrer wohl schon sein, ist man zum umsatteln auf DS bereit.

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Mathias Keiber

27 Mai. 2021