Project Arrow: Neues E-SUV aus Kanada

Arne Roller

22 Dez. 2021

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Der Hersteller, ein Zusammenschluss kanadischer Automobilzulieferer, will auf der CES im Januar einen fahrbaren Prototyp zeigen. Allerdings erst 2023.


Kanada ist nicht gerade als automobiles Zentrum der Welt bekannt. Was viele allerdings nicht wissen: Da im Land mehrere US-Hersteller Fabriken betreiben, konnte eine umfangreiche Zulieferer-Industrie entstehen. Die APMA (Automotive Parts Manufacturer's Association) ist der Zusammenschluss führender Automobilzulieferer des Landes und vertritt rund 90 % der Zunft. Die Organisation strebt aktuell eine eigene Fahrzeug-Kreation an, deren Arbeitstitel Project Arrow lautet. Alle Teile für den Bau des Fahrzeugs sollen aus Kanada stammen. Die Regierung des nordamerikanischen Landes unterstützt das Projekt mit rund 2,7 Millionen Euro.



Project Arrow: E-SUV zwischen Model Y und Model X


Project Arrow, als E-SUV geplant, soll sich größenmäßig zwischen einem Model Y und Model X von Tesla ansiedeln. Zur Orientierung: Das Model Y ist 4,75 Meter lang. Aktuelle Design-Skizzen zeigen Schiebetüren sowohl vorne als auch hinten und eine fehlende B-Säule. Die vorderen Schiebetüren öffnen sich dabei nach vorne, die hinteren zum Fahrzeugheck hin. Für einen leichteren Zustieg lassen sich die vier Einzelsitze jeweils nach außen drehen. Ob das wirklich am Ende so kommt, bleibt abzuwarten. Sicherer ist das bei anderen Details, wie zum Beispiel den auffallend kurzen Überhängen.


Futuristisches Design: Schiebetüren allerorten und keine B-Säule.


Details zum Motor und den Batterien gibt es noch nicht. Ein Blick auf die Plattform zeigt im aktuellen Design nur einen Elektromotor an der Vorderachse sowie eine große Batterie im Fahrzeugboden. Ob ein zweiter Motor am Heck und /oder Allradantrieb verfügbar sein werden, ist nicht bekannt.  



Project Arrow: Autonomes Fahren auf Level 3 mit an Bord


Die selbsttragende Karosserie des Project Arrow soll aus nur acht großen Stanzteilen sowie wenigen Magnesium-Gussteilen bestehen. Zudem will man auf überflüssige Plastikteile verzichten. „Heutzutage hat jedes SUV auf der Straße grundlos viel zu viele Plastikteile“, sagte APMA-Chief Technical Officer Fraser Dunn gegenüber Automotive News Canada (Paywall). Beim Project Arrow soll das anders laufen: „Auch Strukturelemente, die normalerweise hinter Kunststoffverkleidungen versteckt sind, werden sichtbar sein und zum Teil des Designs gehören.“ Technisch soll das Fahrzeug vorne mitspielen und autonomes Fahren auf Level 3 ermöglichen.


Auf der CES 2023 will APMA einen fahrbaren Prototyp von Project Arrow zeigen. 2025 soll das Fahrzeug in Serie gehen. Preislich spricht der Hersteller von einem Rahmen zwischen 40.000-60.000 kanadischen Dollar (rund 27.000-41.00 Euro). 


(Fotos: APMA)

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Arne Roller

22 Dez. 2021