Putin-Limo in Serienproduktion

Mathias Keiber

01 Juni. 2021

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Wer schon immer mal reisen wollte wie der russische Präsident (seitdem er nicht mehr Mercedes fährt), der kann das mit dem nötigen Großgeld bald tun.

(Foto: Aurus)


Die vom Moskauer Automobilinstitut NAMI entwickelte Präsidenten-Limousine Aurus Senat geht in Serienproduktion. Der Weltöffentlichkeit bekannt wurde das Auto, als es am 7. Mai 2018 bei der abermaligen Amtseinführung des russischen Präsidenten Wladimir Putin erstmals als Staatslimousine eingesetzt wurde. Davor hatte der Kreml seit den Neunzigern ausschließlich auf Mercedes gesetzt bzw. in Mercedes gesessen.


2012 gab Putin das Projekt „Kortesch“ in Auftrag, das vom Staat mit umgerechnet über 160 Millionen Euro gefördert wurde. Ein Jahr später wurde NAMI die alleinige Entwicklungskompetenz für das Projekt übertragen. Bis zu diesem Zeitpunkt waren in den russischen Medien verschiedene Hersteller, auch internationale, für eine spätere Serienfertigung im Gespräch – darunter das mittlerweile insolvente ZIL, KAMAZ und GAZ. KAMAZ verhandelte mit Mercedes-Benz, auch eine Zusammenarbeit mit Magna International oder Porsche wurde erwogen.

Tatsächlich produziert wird nun in einer Anlage des amerikanisch-russischen Joint Ventures – ja sowas gibt’s! – Ford Sollers in Jelabuga in Tatarstan. Dieses Jahr Jahr sollen 350 Fahrzeuge vom Band fahren, künftig sollen bis zu 5000 Fahrzeuge pro Jahr hergestellt werden. Der Startpreis soll bei umgerechnet rund 200.000 Euro liegen.


Aurus-Generaldirektor Adil Schirinow sagte, rund 70 Prozent der Fahrzeuge seien für den Export bestimmt. Als Märkte habe Russland vor allem den Nahen Osten und Nordafrika im Blick, künftig jedoch auch China, Lateinamerika und Europa.


Motorisiert ist der Aurus Senat mit einem 598 PS starken V8-Otto in Kombination mit einem 63-PS-Elektro-Aggregat. Der Verbrenner ist Biturbo-aufgeladen und verfügt über 4400 Kubikzentimeter Hubraum. Mit Allradantrieb und 9-Stufen-Automatik soll er in 6 Sekunden aus dem Stand von Tempo 0 auf 100 beschleunigen. Schluss mit Beschleunigung ist bei 250 Stundenkilometern.


„Das ist tatsächlich ein würdiges Qualitätsauto, das den weltweiten Standards entspricht“, sagte Präsident Putin bei Videoschalte zum Start der Fließbandproduktion.


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Mathias Keiber

01 Juni. 2021