PV444: Der Buckel des internationalem Renommees von Volvo

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Volvo fällt einerseits als aktiver Protagonist der neuen Mobilität auf, kann auf der anderen Seite aber auch seine Tradition zelebrieren. Und zu der gehört der PV444, ob seiner Form meist liebevoll „Buckel-Volvo“ genannt. Kürzlich feierte das Modell seinen siebzigsten Geburtstag.

Robust waren die Modelle der Schweden schon immer, zudem gehören die Autos von Volvo zu den sichersten. Das verwundert wenig, denn nordische Winter bergen für Fahrzeuge besondere Herausforderungen. Und das führt eben dazu, dass Fahrzeuge „Made by Volvo“ auch besonders langlebig sind. Das bewies auch der „Buckel-Volvo“. Noch heute schwärmen Volvo-Fans von dem legendären Modell, mit dem der Hersteller einst zum internationalen Player wurde – der PV444 war der erste echte Exportschlager für den Hersteller. Fünf Jahre nach Produktionsstart fuhr Exemplar Nummer 100.000 vom Band. Anfang der Fünfziger Jahre ein enormes Volumen.

Die Gründe: Der PV444 galt aufgrund der selbsttragenden Karosserie mit innovativer vorderer Einzelradaufhängung und einem Radstand von 2,60 Metern als sichere Familienkutsche. Außerdem gehörte eine neuartige, effektive Rostvorsorge zum Sicherheitsprogramm, was Karosserie und Fahrgastzelle dauerhaft stabil hielt und Schutz bei Unfällen bot. Mit seinem 44 PS starken Vierzylindermotor fuhr der „Volvo-Buckel“ auch erfolgreich bei Rallys mit und steigerte damit seinen Bekanntheitsgrat außerhalb Skandinaviens – etwa bei der Rallye Monte Carlo oder bei der berühmt-berüchtigten Tour de Belgique, wo der PV444 im Jahr 1951 alle drei Podiumsplätze belegte.


Als 1958 der nur leicht modernisierte – heute würde man Facelift dazu sagen – Volvo PV544 die Nachfolge antrat, waren weltweit fast 200.000 Exemplare des PV444 verkauft worden. Damit lässt sich aus historischer Perspektive sagen, dass der PV444 die Marke Volvo, wie wir sie heute kennen, gewissermaßen auf dem „Buckel“ trägt. Denn bis zu seiner Einführung wurden maximal 2.000 Einheiten von einem Volvo-Modell gebaut. Gut geschultert, PV444!

Das Erbe des Buckels ist derzeit jedoch im Wandel begriffen: „Unsere Zukunft ist elektrisch und unsere Recharge Modelle kommen bei den Kunden gut an“, sagt Javier Varela, Leiter für Global Industrial Operations and Quality. Die Marke will bei Premium-Elektroautos ganz vorne mitfahren: Bereits in den kommenden fünf Jahren sollen Elektromodelle 50 Prozent des weltweiten Absatzes ausmachen, der Rest werde auf Hybride entfallen, so Varela.


(Fotos: Volvo)

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