PwC: Europa holt bei E-Autos auf

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War China zuvor die unangefochtene Nummer 1 bei den Neuzulassungen von E-Autos, schließt Europa nach einer Studie der Unternehmensberatung PwC auf.

(Titelfoto: Voest Alpine)


Natürlich ist China vom Volumen her nach wie vor der mit Abstand größte Markt für E-Fahrzeuge. Doch was die Absatzdynamik anbetrifft, hat Europa die Nase vorn. Der Verkauf von vollelektrischen Automobilen hat sich im Laufe des vergangenen Jahres verdoppelt. Bei den Plug-in-Hybriden verdreifachten sich die Neuzulassungen.


In den fünf größten europäischen Automärkten, allen voran Deutschland, gefolgt von Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien, wurden laut PwC-Statistik im vergangenen Jahr 466.000 vollelektrische Autos und 393.000 Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge neu zugelassen. Vor allem im letzten Quartal boomte das Geschäft. Mehr als die Hälfte der verkauften Einheiten wurden im Zeitraum Oktober bis Dezember generiert. Damit stieg der Marktanteil reiner Elektroautos auf 5,5 Prozent, der Anteil der Plug-in-Hybride auf 4,7 Prozent.


Im Reich der Mitte wurden 2020 mehr als eine Million vollelektrische Autos, aber nur knapp 250.000 Plug-in-Hybride verkauft. „Das entspricht einem Zuwachs von etwa 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Marktanteil von zusammen gut 6 Prozent“, errechneten die PwC-Experten. Bei den E-Autos liegt Europa damit zwar noch bei der Hälfte – Tendenz allerdings steigend. Bei den Plug-ins hat man gegenüber China aber schon die Nase vorn.

E-Autos gab's in den USA schon in den 1910er Jahren. (Foto: Public Domian)


In den Vereinigten Staaten waren die Verkaufszahlen von Elektroautos dagegen rückläufig. Nach Recherchen der Unternehmensberatung sanken die Verkäufe der Voll-Stromer gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent auf 239.000 Einheiten. Bei den geringen Mengen spielen E-Autos im US-Straßenbild eher eine Exotenrolle. Der US-Marktanteil liegt bei 1,6 Prozent. Noch schlechter lief es im Plug-in-Hybrid-Segment. Hier brach der Markt nach PwC-Angaben um fast ein Fünftel (19 Prozent) ein. 69.000 Fahrzeuge verließen mit dieser Antriebsvariante die Händlerhöfe. Damit liegt der Marktanteil bei verschwindend geringen 0,5 Prozent. Alle Hoffnungen stützen sich nun auf die neue Klimapolitik von US-Präsident Joe Biden und mögliche Fördermaßnahmen, ähnlich wie in den meisten europäischen Staaten.


Dank der Prämien hierzulande und im Rest der Alten Welt dürfte sich das Tempo beim Absatz von E-Autos genauso in diesem Jahr fortsetzen. PwCs Autoexperte Christoph Stürmer führt das auch auf die neuen Modellangebote und ein immer dichteres Netz an Ladesäulen sowohl im privaten als auch im öffentlichen Raum zurück.


So hat gestern beispielsweise der e-tron GT von Audi Weltpremiere gefeiert. Der Q4 e-tron wird ihm alsbald in den Showrooms Gesellschaft leisten. BMW bringt den iX3, Volkswagen den ID.5. Seat scheut mit dem Cupra el-Born nicht den Vergleich mit dem ID.3 der Kernmarke der Konzernmutter. Die Renault-Tochter Dacia will derweil mit dem Modell Spring in den unteren Preissegmenten den Markt aufmischen. Ebenfalls rollen der Mercedes EQA und der Hyundai Ioniq 5 vom Band, Ford fährt mit dem Mustang Mach-E vor.



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