Renault Express: 4 Fragen beantwortet

Lukas Schmidt

29 März. 2021

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Im Mai bringt Renault ein neues Basismodell in der Kompakttransporterklasse: Der Express soll besonders praktisch und effizient sein und den Dacia Dokker ersetzen.

Mit dem neuen Renault Express ergänzt der französische Hersteller seine Kompakttransporterklasse um ein praktisches und effizientes Basismodell. Die Neuentwicklung wendet sich speziell an die Betreiber kleiner Flotten und junge Unternehmen. Wir haben uns den Ersatz für den Dacia Dokker genauer angeschaut.

Express statt Dokker: Renault übernimmt künftig den Einstiegstransporter von Dacia in die eigene Marke auf (Alle Bilder: Renault)


Welche praktischen Details bietet der Express?


Kennzeichen des Express sind ein Ladevolumen von 3,3 bis 3,7 Kubikmetern und eine Ladelänge von 1,91 bis 2,36 Metern. Hinzu kommen die 71,6 Zentimeter breite Schiebetür und eine Zuladung von bis zu 700 Kilogramm mit Benzinmotor und 625 Kilogramm mit Dieselmotor. Der Zugang zum Frachtraum vom Heck aus erfolgt über im Verhältnis 1/3 : 2/3 geteilte Flügeltüren. Die optionale LED-Laderaumbeleuchtung erleichtert das Be- und Entladen zusätzlich. Groß schreibt Renault im Express auch das Thema Ladungssicherung, wie die serienmäßige Ausstattung des Ladebodens mit sechs drehbaren Verzurrösen zeigt. Zum Schutz der Fracht gegen Diebstahl verzichtet Renault beim Express außerdem auf konventionelle Türschlösser an den Hecktüren. Stattdessen lassen sich diese per Knopfdruck am 3-Tasten-Schlüssel ver- und entriegeln – auch vom Cockpit aus.

Das ergonomisch durchdachte und funktionale Interieur kennzeichnen der klar gegliederte Instrumententräger mit horizontalen Linien, welche die Innenraumbreite unterstreichen, sowie eine Vielzahl an Ablagen und Staumöglichkeiten. Insgesamt erleichtern im Express bis zu 48 Liter an Staumöglichkeiten für Lieferpapiere, Dokumente, Laptops und Tablet-Computer den Arbeitsalltag, davon allein 21,8 Liter in der serienmäßige Ablagegalerie über den Vordersitzen und 7,4 Liter im geschlossenen Handschuhfach. Offene Ablagen finden sich unter anderem auf dem Armaturenträger oberhalb der Mittelkonsole (4,2 l) und auf der Beifahrerseite bei Fahrzeugen ohne Beifahrerairbag (3,8 l). Hinzu kommen zahlreiche kleinere Staufächer, Getränkehalter und Transportmöglichkeiten für Wasserflaschen in den Türen.

Der Fahrersitz lässt sich in Höhe (+/- 4 cm) und Tiefe (+/- 11 cm) verstellen, so dass Personen jeder Größe und Statur hinter dem Lenkrad Platz finden. Ebenso sind Lenkrad und Sicherheitsgurte höhenverstellbar. Für noch mehr Komfort ist eine Mittelarmlehne verfügbar. Robuste, abwaschbare Kunststoffoberflächen und auf Wunsch besonders strapazierfähige Kunstleder-Polsterung runden die Innenraumeinrichtung ab.

Welche Designfeatures bietet der Express?


Das Design orientiert sich mit seinem aufrechten Kühlergrill, der flach ansteigenden, markant konturierten Motorhaube und der kraftvoll gezeichneten Frontschürze an der Formensprache des neuen Kangoo Rapid. Die Markenidentität betonen auch die Lichtsignatur in C-Form und die Kühlermaske mit dem prominenten Renault Rhombus sowie der Chromumrandung oben und unten. Die horizontalen Halogen-Doppelscheinwerfer des Kompakttransporters sorgen nicht nur für einen dynamischeren Auftritt, sondern bieten auch eine deutlich bessere Lichtausbeute als im Dacia Dokker, den der neue Express ersetzt: Fern- und Abblendlicht strahlen um 90 beziehungsweise 60 Prozent heller.

Welche Technik kommt im Express zum Einsatz?


Insgesamt drei Multimedialösungen sind für den Kompakttransporter lieferbar. Die Basis bildet das DAB+ kompatible Radio Standard mit der R&GO App, die das Smartphone mit dem Autoradio verbindet und es ermöglicht, das Smartphone mit einem ähnlichen Bedienkomfort wie ein integriertes Multimediasystem mit Navigationsfunktion zu nutzen. Hinzu kommt das Online-Multimediasystem Easy Link mit 8-Zoll (20,3-Zentimeter)-Touchscreen, Updates „over the air” sowie Smartphone-Integration über Android Auto und Apple CarPlay. Renault bietet das Easy Link für den Express in einer Version mit und ohne integriertes Navigationssystem an, falls die Nutzer die gewohnte Navigationssoftware ihres Smartphones bevorzugen. Zusätzlich ist eine Ablage zum induktiven Laden des Smartphones ab Mitte des Jahres lieferbar. Außerdem erhältlich: drei USB-Schnittstellen und zwei 12-Volt-Steckdosen, davon eine im Laderaum.

In Punkto Assistenzsysteme verbaut Renault einen optionalen Rear View Assist. Das System beobachtet mit einer Kamera oberhalb der Hecktüren das Verkehrsgeschehen in mittleren und größeren Entfernungen hinter dem Fahrzeug und projiziert das Bild in ein 5-Zoll (12,7-Zentimeter)-Display an Stelle des Innenrückspiegels. Für bessere Übersicht sorgt außerdem ein zusätzlicher Weitwinkelspiegel in der Sonnenblende auf der Beifahrerseite. Der „Wide View Mirror” vergrößert den seitlichen Blickwinkel auf der Beifahrerseite und hilft so dem Fahrer, rechtzeitig andere Fahrzeuge, Hindernisse oder Personen im toten Winkel zu entdecken. Zusätzlich bietet Renault für den Express den Toter-Winkel-Warner an, der mit Hilfe einer in den Außenspiegeln integrierten Leuchtanzeige auf Fahrzeuge hinweist, die sich im kritischen Bereich für einen Spurwechsel befinden.

In das ESP des Express ist die Anhängerstabilitätskontrolle integriert. Sie dient dazu, die Pendelbewegungen des Anhängers unabhängig von der Fahrgeschwindigkeit zu verringern und verbessert die Richtungsstabilität bei schwierigen Bedingungen, wie etwa Seitenwind oder mangelhaftem Zustand der Fahrbahn. Für das sichere Vorankommen auch auf schwierigem Untergrund wie Schnee, Matsch und Sand verfügt der Express außerdem optional über die erweiterte Traktionskontrolle „Extended Grip”. Einen erheblichen Komfortgewinn insbesondere bei beladenem Fahrzeug bedeutet darüber hinaus die Berganfahrhilfe. Für entspanntes und sicheres Fahren ist ferner der Tempopilot mit Geschwindigkeitsbegrenzer und Bedientasten am Lenkrad lieferbar. Außerdem verfügbar: Eine akustische Einparkhilfe vorne und hinten sowie die ebenfalls als Sonderausstattung verfügbare Rückfahrkamera.

Mit welchen Motoren ist der Express erhältlich?


Die Motorenpalette umfasst den 1,3-Liter-Turbobenziner TCe 100 FAP mit 75 kW (102 PS) und einem Verbrauch im WLTP-Prüfzyklus von 6,8 Liter Superbenzin pro 100 Kilometer, sowie die 1,5-Liter-Turbodiesel Blue dCi 75 und Blue dCi 95 mit 55 kW (75 PS) und 70 kW (95 PS).. Die beiden Selbstzünder weisen einen Durchschnittsverbrauch von 5,1 Liter Diesel pro 100 Kilometer auf.

Zusätzlich bietet Renault für den Express die verbrauchsoptimierte Variante Blue dCi 75 ECO-Leader an, deren Höchstgeschwindigkeit auf 100 km/h abgeregelt ist. Auf diese Weise sinken der Verbrauch um 0,5 Liter pro 100 Kilometer und die CO2-Emissionen um zwölf Gramm pro Kilometer. Je nach Motorisierung bis zu zwölf Prozent Kraftstoff lassen sich außerdem durch Nutzung des ECO-Modus einsparen, der das Maximaldrehmoment reduziert, die Gaspedalkennlinie modifiziert und die Schaltpunktanzeige verändert.

Der neue Renault Express soll bereits im Mai in den Handel kommen. Er ersetzt den Dacia Dokker, der bisher zu Preisen ab knapp 12.000 Euro angeboten wurde. Viel mehr dürfte der neue Express eigentlich auch nicht kosten, zu den genauen Preisen hat Renault aber noch keine Angaben gemacht. Sobald diese bekannt sind berichten wir natürlich über die Bestelldetails und Ausführungsvarianten.

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Lukas Schmidt

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