Renault laboriert an shared-mobility: EZ-1 Prototype soll nur der Anfang sein

Lukas Schmidt

22 Jan. 2021

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Renault arbeitet jetzt auch an Mobilitätslösungen für morgen. Die Submarke Mobilize gibt mit dem EZ-1 Prototype einen Modellausblick.

Im Rahmen der „Renaulution” Strategie präsentierte die Renault Gruppe ihre neue Mobilitätsmarke Mobilize. Die neue Geschäftseinheit soll Mobilitätslösungen der Zukunft entwickeln und auch realisieren. Dazu zählen CO2-neutrale urbane Shared-Mobility-Lösungen für Personen und Güter. Wir stellen euch den EZ-1 Prototype vor.


Der kleine Zwei-Personen-Flitzer EZ-1 ist zur Hälfte aus recycelten Materialien gefertigt (Alle Bilder: Renault)


Was ist das Ziel von Mobilize?


Die neue Marke bündelt die Aktivitäten der Renault Gruppe in den Bereichen Mobilität, Energie und datenbasierte Lösungen und wendet sich an Kunden, die nachhaltigere Shared-Mobility-Lösungen nutzen wollen. „Wir wollen die Autonutzung durch vereinfachte, nachhaltigere und erschwingliche Personen- und Gütermobilität maximieren und gleichzeitig die Umweltbelastung reduzieren", erklärt Mobilize-Chefin Clotilde Delbos. Dafür soll Mobilze eigene Dienste in den Bereichen Energie, Konnektivität und Mobilität anbieten.


Was kann der EZ-1 Prototype?


Der EZ-1 Prototype wurde speziell für die urbane Shared Mobility konzipiert. Das kompakte und wendige Elektrofahrzeug für zwei Personen verfügt über einen schlüssellosen Zugang und interagiert mit den Nutzern über deren Smartphone. Nutzer sollen nur für das, was sie nutzen bezahlen. Abgerechnet werden allein die Fahrzeit oder die zurückgelegten Kilometer.


Der Mobilize EZ-1 Prototype ist 2,3 Meter lang und hat komplett verglaste Türen sowie ein eigens entwickeltes Batteriewechselsystem. Alternativ zum konventionellen Laden lässt sich so die Nutzungsdauer verlängern. Das Fahrzeug ist nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft gebaut und besteht zu 50 Prozent aus recycelten Materialien und ist am Ende seines Lebenszyklus selbst zu 95 Prozent recycelbar.



Was bietet Mobilize noch?


Mobilize will zu einer nachhaltigeren Zukunft beitragen und den traditionellen Autobesitz durch flexible Mobilitätsdienstleistungen für Personen und Güter ergänzen. Dafür will die Marke die mehr als 6.000 Renault-Händler in Europa als Basis nutzen um drei Herausforderungen der Automobilindustrie zu begegnen. So soll die Lücke zwischen Fahrzeugnutzung und -kosten – im Schnitt bleiben Automobile derzeit zu 90 Prozent der Zeit ungenutzt, verringert werden. Mobilize strebt eine Erhöhung des Restwerts an – derzeit sinkt der Wert eines Neufahrzeugs in drei Jahren um über 50 Prozent. Bei allen Ideen steht das Ziel der Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen im Vordergrund. Die Marke will eine Reihe zweckmäßig konzipierter Fahrzeuge auf den Markt bringen, die modular, robust, und zu 100 Prozent elektrisch sein werden.



Bisher sind die Vorhaben von Mobilize nur Blaupausen für die Zukunft, die Worthülsen müssen auf jeden Fall noch mit Taten gefüllt werden. Der Prototyp eines E-Zweisitzers kann nur ein Anfang sein, ähnliche Modelle könnte mittlerweile jeder Hersteller schnell aus dem Boden stampfen. Die Idee modularer Fahrzeuge und Batterie-Einheiten haben derzeit ebenfalls viele Start-ups, mit einem großen Hersteller im Rücken – der mit dem Zoe ein erfolgreiches E-Auto im Portfolio hat und über genug Know-How verfügt – sollte sich ein entsprechendes Vorhaben deutlich leichter umsetzen lassen. Wir sind gespannt ob bei Mobilize weitere Taten folgen oder ob die Marke als Marketinggag zum Rohrkrepierer wird.

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Lukas Schmidt

22 Jan. 2021