Renault Mégane E-Tech Electric ab sofort konfigurierbar

Mathias Keiber

18 Okt. 2021

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Für den Verkaufserfolg des Zoe hatte die Bundesregierung vielleicht mehr geleistet als Renault selbst. Doch auf den Elektro-Pacemaker des letzten Jahres folgt mit dem vollelektrischen Mégane nun endlich ein Elektro-Flaggschiff.

Beim Start ins Zeitalter der Elektromobilität schlug Renault der deutschen Konkurrenz auf deren Heimatmarkt ein Schnippchen. Monatelang lag der Zoe letztes Jahr bei den Neuzulassungen reiner Stromer in Deutschland vorn. In den ersten drei des laufenden Jahres kam das Modell hierzulande nur noch auf Platz vier der meistverkauften Elektroautos – immer noch gut, aber VW hat die Verhältnisse mittlerweile zurechtgerückt. Und sind wir mal ehrlich: Eine elektro-mobiles Prestigeprodukt war der Zoe nie. Doch Renault war mit dem Stromer zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Der Zoe war in großen Stückzahlen lieferfähig, als Volkswagen noch mit der Software seines ID.3 zu kämpfen hatte.  


Jetzt aber läuten die Franzosen die Strategie „Renaulution“ ein – mit dem Mégane E-Tech Electric, der ab sofort auf der Webseite des Herstellers konfigurierbar ist. Kunden können sich außerdem für eine Vorbestellung registrieren. Verkaufsstart für das neue Elektro-Flaggschiff der Marke ist im März 2022, die finalen Bestellungen sind ab Februar möglich, dann gibt es auch finale Preise.

Mit dem vollelektrischen Mégane startet Renault eine Produktoffensive, mit der es nach eigenem Bekunden „Maßstäbe in der Automobilindustrie setzen will“. Ziel ist es, bis 2025 den grünsten Antriebsmix aller Hersteller in Europa anzubieten.


Verglichen mit dem Zoe ist der 4,21 Meter lange Mégane E-Tech Electric ein echtes Statement: Bis zu 470 Kilometer Reichweite im WLTP-Prüfzyklus, der mit elf Zentimeter Höhe nach eigenem Bekunden schlankste Akku auf dem Markt, dazu die Fähigkeit zum bidirektionalen Laden.


Renault bietet den Mégane E-Tech Electric in zwei Antriebsvarianten: mit 96 kW/130 PS und 160 kW/218 PS. Für die Topmotorisierung versprechen die Franzosen eine Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 in 7,4 Sekunden – in etwa so schnell wie der sprintstärkste ID.3.

Mathias Keiber

18 Okt. 2021