Sparsam Gas geben: Seat bringt den Leon mit Erdgas-Antrieb

Lukas Schmidt

16 Feb. 2021

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Seat erweitert die Antriebspalette des Leon und verpasst dem Kompakten einen CNG-Antrieb mit 130 PS starkem Motor.

Während wir weiter auf ein neues E-Modell von Seat warten, spendieren die Spanier nun auch dem Leon einen CNG-Antrieb.


Der Seat Leon kann künftig mit Bio-CNG betankt gleichzeitig Kraftstoffkosten senken und das Klima schonen (Alle Bilder: Seat)


Was ist der Vorteil vom Gas-Antrieb?


Der Seat Leon kann mit komprimiertem Erdgas oder Biomethan betankt werden. Dafür entfällt die seit dem Jahreswechsel fällige CO2-Steuer, die Benzin und Diesel um rund sieben bzw. acht Cent verteuert. Damit zählt der Gasantrieb laut Gesetzgeber zu den umweltverträglicheren Varianten, Fahrer müssen sich aber nicht mit Reichweitenangst oder langen Tankvorgängen herumschlagen. Zudem gibt es in Deutschland ein flächendeckendes Netz von Erdgas-Tankstellen, von denen schon heute rund die Hälfte Bio-CNG anbietet. Dieses Angebot wird stetig ausgebaut.


Die Umweltbilanz von Bio-CNG, also aus biologischen Rest- und Abfallstoffen hergestelltes Methan, ist mit bis zu 97 Prozent CO2-Reduktion und einen im Vergleich zu Benzin- und Dieselmotoren um bis zu 95 Prozent reduzierten Ausstoß von Stickoxiden sowie fast vollständige Vermeidung von Feinstaub und Ruß mit der eines mit Ökostrom geladenen Elektrofahrzeugs vergleichbar.


Welche Technik ist im Leon verbaut?


Seat kann auf den VW-Konzernbaukasten zugreifen und kombiniert im Leon den 1.5 TGI-Motor mit 96 kW (130 PS)mit einem 17,3 kg Erdgas fassenden Tank, der bei einem Normverbrauch von 3,7 kg für eine Reichweite von gut 450 Kilometern sorgt. Mit einer Beschleunigung von 9,6 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h sowie einer Höchstgeschwindigkeit von 203 km/h ist der Leon gewohnt flott unterwegs.



Ist der CNG-Antrieb mit allen Leon-Varianten kombinierbar?


Als erste Modellvariante ist der fünftürige Seat Leon in den Ausstattungsvarianten Style (ab 29.000 Euro), Xcellence (ab 30.650 Euro) und der sportlichen FR-Ausführung (ab 30.450 Euro) mit TGI-Motor erhältlich. In allen Fällen ist der Motor mit einem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) verbunden. In Kürze folgen der Leon Sportstourer und die Versionen mit manuellem 6- Gang Schaltgetriebe.



Das CNG-Triebwerk komplettiert laut Seat das Lineup des mittlerweile zum Antriebstausendsassa avancierten Leon, der sich zu Ibiza und Arona gesellt. Damit ist der Leon als Diesel, Benzin, Mild-Hybrid und Plug-in-Hybrid erhältlich. Indirekt erteilt Seat damit einem rein elektrischen Leon eine Absage. Überhaupt lassen sich die Spanier Zeit mit den Stromern, das elektrische Konzept El-Born soll bei der Performance-Tochter Cupra unterkommen, der elektrische Mii ist nach einem kurzen Intermezzo schon wieder ausverkauft. Derzeit deutet alles darauf hin, dass es noch etwas dauern wird: erst 2025 sollen in Barcelona vollelektrische Modelle gefertigt werden können. Vor einer großen Offensive können daher nur die Konzerngeschwister im Kleinen aushelfen.


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Lukas Schmidt

16 Feb. 2021