Toyota forciert Wasserstoffantriebe

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In Asien setzen die Japaner schon längst auf Wasserstoff. Nun wollen sie den alternativen Antrieb auch in Europa forcieren und damit einen veritablen Markt etablieren.

In Brüssel sitzt nicht nur die Europäische Union, sondern auch die Fuel Cell Business Group. Dahinter steht Toyota. Der Autobauer will Wasserstoff als Pkw-Antriebn massentauglich machen und lädt dazu neue Partner ein. Bereits jetzt arbeitet der japanische Hersteller eng mit BMW zusammen an dem Thema. Doch noch gibt es viele Fragezeichen hinter dem breiten Einsatz der Technologie. Da steht zum einen die Frage im Raum, ab wann der Strom zur Wasserstofferzeugung zur Gänze aus grünen Quellen kommt und zum anderen ab wann sich das Wasserstoff-Auto rechnet. Denn noch kosten die Autos weit mehr als ein Benziner. Auch Elektroautos sind günstiger. Eine Zukunft könnte der Antrieb trotzdem haben. Denn klar ist, am Ende überzeugt Wasserstoff mit dem Prädikat „Zero Emission“.


„Die Vorteile von Wasserstoff liegen auf der Hand“, sagt Thiebault Paquet, Chef der Fuel Cell Business Group. Zudem betont er das geschäftliche Potenzial: „Deshalb gehen wir davon aus, dass der weltweite Absatz unserer Brennstoffzellensysteme kurzfristig um den Faktor 10 steigen wird, und haben unsere Produktionskapazitäten deutlich erhöht.“


Um die Verbreitung von Wasserstoff zu beschleunigen, will sich Toyota auf Wasserstoff-„Cluster“ oder Ökosysteme in europäischen Zentren konzentrieren, wo Transportflotten und Mobilitätsdienste durch eine lokale Infrastruktur unterstützt werden. Das Kalkül dabei: Aktivitäten wie diese sollen die Nachfrage nach Wasserstoff steigern, die Kosten senken und die Versorgungs-Infrastruktur stärken. Mehr Kundenzuspruch dürfte dann nur eine Frage der Zeit sein.


Mit dem Mirai hat das Unternehmen 2014 die weltweit erste Serienlimousine mit Brennstoffzellenantrieb eingeführt. Seitdem wurde das System weiterentwickelt, ist kompakter und leichter geworden. Mit höherer Energiedichte kommt es ab 2021 in der nächsten Generation des Mirai zum Einsatz.


Toyota beschränkt sich aber nicht auf den Einsatz im Auto. Auch bei der Energieerzeugung engagiert sich der Konzern. Zudem fahren bereits Lkw, Stadtbusse und Gabelstapler mit Wasserstoff. Auch der Einsatz in Booten und Zügen wird bereits getestet.


Da kommt es gerade recht, dass man in Deutschland eine politisch gewollte Wasserstoffstrategie verkündet hat, die nach dem Willen hiesiger Politiker auf Europa ausgeweitet werden soll. Toyota wird das zu nutzen wissen: „Aktivitäten wie diese werden die Nachfrage nach Wasserstoff steigern, die Kosten senken und die Versorgungsinfrastruktur stärken, was wiederum mehr Kunden überzeugen wird“, kalkuliert man beim japanischen Konzern und bietet nicht nur Branchenkollegen die Zusammenarbeit an, sondern will auch mit Regierungen, Behörden und Organisationen kooperieren.


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