Umfrage: Branche trotz Problemen optimistisch

Die deutsche Automobilindustrie hat es derzeit nicht leicht. Die Absätze sinken Corona-bedingt im größten Automarkt Europas um fast ein Fünftel. Die Produktion sinkt ebenfalls – und das nicht nur wegen des Chipmangels. Dennoch glauben die Manager der Branche, dass die aktuelle Situation nur eine Delle ist, aber kein Totalschaden.

(Foto: Strategy&)


Wie die Autoindustrie, also Hersteller, Zulieferer und Handel, ihre Zukunft derzeit einschätzen, wollten die Berater von Strategy& von den Chefs der Unternehmen wissen. Zulieferer und Handel machten im laufenden Jahr in der Mehrheit die abkühlende Konjunkturfür die Rückgänge aufgrund des Corona-Virus‘ als größter Bremsklotz aus. Für die Autohersteller sind dagegen die Aufgaben des Klimaschutzes der Knackpunkt. Vor allem die deutsche Regierung prescht gerade in diesem Punkt vor. Zudem ist die Kehrtwende in den USA oder China in Sachen Umwelt ein großer Brocken für die Entwickler von neuen Modellen. Dennoch sind die Führungskräfte bei den wichtigen Themen optimistisch eingestellt. Hier die Ergebnisse:


  • Laut Befragung erwarten die Manager „sowohl bei den Pkw-Neuzulassungen als auch bei der Pkw-Produktion in diesem Jahr einen deutlichen Zuwachs“. Das Plus soll sich zudem in den nächsten Jahren fortsetzen. Die Zuliefererbranche blickt etwas besorgter in die Zukunft: So befürchten 37 Prozent mindestens für dieses Jahr „eine stagnierende oder sogar weiter rückläufige Entwicklung der Pkw-Produktion“.


  • Der Hoffnungsschimmer am Ende des Tunnels sind die reinen Elektrofahrzeuge (BEV). Die Hälfte der Befragten rechnet hierzulande bis 2025 mit einem Marktanteil für neuzugelassene BEVs von knapp einem Drittel. Des einen Freud ist des anderen Leid. Die etablierten Autohersteller wittern im E-Auto-Boom eine Gefahr für eine rentable Entwicklung ihres Unternehmens.


  • Der Brennstoffzelle bescheinigen die Umfrageteilnehmer hohes Marktpotenzial in der Zukunft. Die Technologie werde sich aber zunächst im Nutzfahrzeugsegment durchsetzen. Doch derzeit ist für jeden dritten Manager die Kosteneffizienz dieser Technologie noch nicht gesichert.


  • Die Corona-Pandemie könnte sich zudem positiv auf die individuelle Mobilität auswirken. Vier von zehn Managern glauben, dass Verbraucher individuelle Mobilität gegenüber dem ÖPNV auch über Covid-19 hinaus bevorzugen.


  • In einem Punkt sind sich alle einig: Die Bedeutung des chinesischen Automobilmarktes steigt für die Mehrheit der heimischen Unternehmen weiter. Allerdings schmilzt der Vorsprung zu den chinesischen Automobilherstellern. Sieben von zehn Automobilmanagern glauben, dass chinesische Automobilmarken in Europa künftig große Erfolgsaussichten haben werden.


360°

Details

Gebraucht

Videos

News

Du weißt nicht, welches Auto zu Deinem Lebensstil passt? Frag YesAuto! Unser Kaufberater zeigt Dir alle Informationen, die Du brauchst um die richtige Entscheidung zu treffen.