Unterhaltskosten: Einsteiger-Guide

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Lange hat man nach einem geeigneten Auto gesucht, dafür gespart und dann gefunden. Doch ab dem Tag der Anmeldung fallen Ausgaben für den Unterhalt an.

(Titelfoto: TÜV)


Bevor man ein Auto sein Eigen nennt, sollte man kalkulieren, was für das Fahrzeug an Betriebs- und Unterhaltskosten anfällt. Finanzexperten sagen, das darf nicht mehr als 25 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens ausmachen.


Laufende Kosten


Das Fahrzeug muss beispielsweise regelmäßig zur Inspektion, zum TÜV, ein Reifenwechsel steht jährlich von Winter auf Sommer und von Sommer auf Winter an. Oder es müssen neue drauf. Die Fahrt durch die Waschanlage (mindestens 10 bis 12 Euro) und das Auffüllen von Flüssigkeiten wie Frostschutzmittel sind nicht umsonst. Wenn ein Teil defekt ist, arbeitet die Werkstatt auch nicht kostenfrei. Es sei denn ein Garantiepaket wurde abgeschlossen. Aber auch das kostet in der Regel. Zudem schmälert jede Tankfüllung den Geldbeutel. Beim E-Auto muss man zwar nicht tanken, dafür läuft der Stromzähler.

Auch die Reifen verursachen Kosten. (Foto: Dekra)


Kfz-Steuer


Bei allen Autos (bis auf einige Ausnahmen) ist vom Besitzer eine Kfz-Steuer zu zahlen, sobald das angemeldet sind. Die Kfz-Steuer ist eine wichtige staatliche Einkommensquelle. In Deutschland ist die Steuer auf den Betrieb von Autos die viertgrößte Einnahmequelle des Zolls, der in der Bundesrepublik seit sieben Jahren die Steuer eintreibt. Seit diesem Jahr kostet die Abgabe aufgrund der neuen CO2-Richtlinien einiges mehr. Wie hoch die Steuer sein kann, erfährt man über Onlinerechner, beispielsweise hier.


Wer ein batterieelektrisches E-Auto fährt, wird für zehn Jahre von der Abgabe befreit. Verkauft man das Auto in der noch steuerfreien Zeit, geht die Befreiung für die Restlaufzeit auf den neuen Besitzer über. Nach Ablauf der zehn Jahre zahlt man nur die Hälfte.


Für Fahrzeuge, die auf schwerbehinderte Menschen zugelassen sind, entfällt laut Kraftfahrzeugsteuergesetz je nach Grad der Behinderung die Steuer ganz, oder es gibt eine Ermäßigung um 50 Prozent (§ 3a KraftStG).


Versicherung


Eine Haftpflicht für Autos ist europaweit Pflicht. Gerade für Anfänger ist das eine teure Angelegenheit, weil sie noch keine Schadensfreiheitsrabatte „erfahren“ haben können. Die gibt es für eine Zeit des unfallfreien Fahrens und reduziert die Prämie. Das ist vor allem bei einer Vollkasko-Versicherung relevant, die insbesondere bei teuren Neufahrzeugen ratsam ist. Ist das Fahrzeug finanziert, ist die volle Absicherung in der Regel sogar eine Vorbedingung.


Die Teilkaskoversicherung ist bei Gebrauchtwagen die meistgewählte Option. Sie zahlt bei Beschädigungen am eigenen Auto unter anderem für Schäden durch Naturereignisse wie Hagelschäden oder im Falle eines Diebstahls. Zudem sind bei einer Teilkasko-Versicherung selbst verschuldete Ereignisse und Vandalismus eingeschlossen.


Wer denkt, das war es nun, täuscht sich. Auch der Wertverlust sind Kosten. Das Auto verliert in den ersten fünf Jahren seit der Erstzulassung am meisten. Allein im ersten Jahr sinkt der Marktpreis laut allianzdirect um ein Viertel.


Wie viel Unterhalt kostet mein Auto genau? Das sollte vor einem Kauf ausgerechnet werden, denn wird aus einem Traumauto ein Albtraum. Denn alles in allem kommen schnell ein paar Hundert Euro monatlich zusammen. Wer wissen will, wie viel, kann sich beim Direktversicherer Cosmos direkt auf einen Rechner dafür zur aufrufen.


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