Volkswagen: Europaweit 5 neue Batteriezellwerke

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Der VW-Konzern reagiert mit seinem „Power Day“ auf den letztjährigen „Battery Day“ von Tesla – und wie Elektro-Impresario Musk kündigten die Wolfsburger große Pläne an.

Wenn Elon Musk etwas mitzuteilen hat, ist ihm die mediale Aufmerksamkeit gewiss. Ein Tweet, eine Rede, ein Auftritt vom selbst ernannten Techno-King sorgen immer für Schlagzeilen in allen Mediengattungen. Das war bei Teslas „Batterie Day“ im November nicht anders, als Musk die Öffentlichkeit an seiner Batterie-Strategie teilhaben ließ. Er avisierte, dass Tesla die Kosten pro Kilowattstunde in seinen Akkus künftig mehr als halbieren werde, die Reichweite solle sich dagegen verdoppeln. Das soll durch die Optimierung der Zellen, neue Rohstoffe und effiziente Produktionsverfahren erreicht werden. Das Ganze schon ab 2022.


Den vollmundigen Ansagen von Musk will einer der größten Autokonzerne der Welt, Volkswagen, nun etwas entgegensetzen. Beim „Power Day“ präsentierten die Wolfsburger ihren Batterie-Fahrplan und Details zur Ladeinfrastruktur. Demnach sollen parallel zur derzeit entstehenden Produktion in Salzgitter fünf weitere Batteriezellenwerke künftig die Selbstversorgung mit Energiespeichern garantieren.

VW-Technik-Vorstand Thomas Schmall. (Fotos: Volkswagen)


Dafür sucht der Konzern in Spanien, Portugal und Frankreich nach geeigneten Standorten, die bis 2026 an den Start gehen sollen. „Es hängt davon ab, in welcher Region wir die besten Voraussetzungen haben“, sagte Vorstandsmitglied Thomas Schmall. Ein Standort steht bereit neben Salzgitter bereits fest: Skellefteå in Nordschweden, wo Volkswagen wiederum mit der Firma Northvolt kooperiert. Für die anderen Vier sucht Wolfsburg noch Partner. Laut Planung sollen die Fabriken bis 2030 Batteriezellen mit einem Gesamt-Energiegehalt von 240 Gigawattstunden pro Jahr herstellen.


Zum Vergleich: Musk plant allein am Standort Grünheide bei Berlin im Anlauf mit Kapazitäten von mehr als 100 Gigawattstunden pro Jahr. In der Spitze soll das auf bis zu 250 Gigawattstunden ansteigen. Bis 2030 soll die Eigenproduktion auf drei Terabyte steigen – zusätzlich zu dem, was Tesla zusammen mit Panasonic und CATL produziert.


Derweil will Volkswagen auch bei Schnellladenetzen angreifen und investiert hierfür 400 Millionen Euro in seine europäische Infrastruktur in. Die Zahl der vom Konzern zusammen mit seinen Partner betriebenen Schnellladestationen soll sich dabei bis 2025 auf europaweit 18.000 verfünffachen.


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