Volkswagen ID.3 geht in Holland in Flammen auf

Arne Roller

19 Aug. 2021

In den Niederlanden ist ein Exemplar von Volkswagens Kompakt-Stromer komplett ausgebrannt. Es ist das erste Feuer bei einem ID.3.


Im niederländischen Groningen ist am letzten Wochenende ein Volkswagen ID.3 in Flammen aufgegangen. Kurz zuvor hatte die Besitzerin des Fahrzeugs ihren 3-jährigen Sohn ins Auto gesetzt, als sie plötzlich Rauch bemerkte. Umgehend entfernte sie sich mit ihrem Kind vom Fahrzeug, das kurz darauf Feuer fing. Wenig später schossen die Flammen meterhoch.



VW ID.3 in Flammen: Vorfall geschah nach Ladevorgang


"Ich habe den Wagen am Vorabend an die Ladestation angeschlossen", berichtet die Betroffene, Mariska Steenmeijer-Van Nijen, dem niederländischen Fernsehsender RTV Noord. "Wir sind zum Auto gegangen, mein Sohn ist eingestiegen. Dann hab' ich den Stecker rausgezogen – und es plötzlich knallen gehört und Rauch gesehen. Als wir gerade um Ecke waren, gab es nur noch Feuer und Explosionen", erzählt sie dem Sender. "Es war schrecklich, gruselig." Ihrer Einschätzung nach stand das Fahrzeug nur zehn bis zwanzig Sekunden nachdem sie das Fahrzeug mit ihrem Sohn verlassen hatte komplett in Flammen. 



VW ID.3-Brand in Groningen: Anwohner hörten wohl mehrere Explosionen


Anwohner erzählten der holländischen Zeitung Dagblad Noorden von mindestens fünf Explosionen. Nach Angaben der BILD untersucht Volkswagen nun die Ursache für das Feuer. Der ID.3 brannte komplett aus. Ein dahinter parkender Nissan Leaf wurde ebenfalls beschädigt. Verletzt wurde bei dem Vorfall glücklicherweise niemand.



E-Autos brennen nicht häufiger als Verbrenner


Brände von E-Autos sind ein oft diskutiertes Thema. Dabei geht es aber kaum um deren Häufigkeit. Denn Stromer brennen nicht häufiger als Verbrenner. Einer Auswertung von Tesla soll sogar zeigen, dass es deutlich seltener der Fall ist, dass eines ihrer Modelle in Flammen aufgeht als ein Fahrzeug mit konventionellem Antrieb.

Alleine in Deutschland brenne nach Informationen von Bild.de im Schnitt täglich 40 Autos abgesehen von Silvester und Neujahr mit jeweils rund 500 Vorfällen. Bei den meisten Fahrzeugen handle es sich dabei um Benziner oder Diesel. Berichte dazu seien aber meist nur in den Lokalseiten der örtlichen Tageszeitung zu finden.

 

Das viel problematischere Thema ist das Löschen eines brennenden E-Autos. Die Brände sind oft tückisch, da die Zell-Chemie in der Batterie für einen sogenannten "Thermal Runway" sorgen kann, bei dem sich das Feuer immer wieder erneut entzündet. Manchmal hilft es dann nur, das Fahrzeug in ein Tauchbecken zu hieven. Dies war beim Brand des ID.3 in den Niederlanden nicht nötig. Wie im Video zu sehen, ließ sich das Feuer zügig löschen.



E-Autos: Technischer Fortschritt auch bei der Sicherheit


Für die Zukunft sind positive technische Entwicklungen in Aussicht. Die Akku-Technik wird stetig weiter verbessert, um das Risiko eines Thermal Runways zu reduzieren. Außerdem sollen vollvernetzte Systeme dabei helfen, Schäden im Akku zu erkennen, bevor es überhaupt zu einem Brand kommen kann.


(Titelfoto: Screenshot YouTube/Meternieuws)

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Arne Roller

19 Aug. 2021