Volvo kooperiert noch enger mit Nvidia

Mathias Keiber

16 Apr. 2021

Die „System-on-a-Chip“-Technik der Kalifornier ermöglicht immer größere Rechenleistungen.

Nachdem das Thema autonomes Fahren durch die Elektromobilität zeitweise etwas in den Hintergrund gedrängt worden war, gewinnt es nun wieder zunehmend an Traktion. So weitet Volvo die Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Hightech-Unternehmen Nvidia aus. Auf dieser Basis will Volvo als erster weltweit agierender Automobilhersteller die Technologie „Nvidia Drive Orin“ in seinen künftigen Modellgenerationen einsetzen, die auf der kommenden modularen Fahrzeugarchitektur SPA2 basieren. Den Anfang macht der neue Volvo XC90, der im nächsten Jahr vorgestellt wird.


Bei Nvidia Drive Orin handelt es sich um eine sogenannte „System-on-a-Chip“-Technik (SoC), die 254 Tera bzw. 254 Billionen Operationen pro Sekunde (TOPS) verarbeiten kann. Derartige Rechenleistungen sind die Grundvoraussetzung für autonomes Fahren. Für solches ist die neue SPA2-Architektur von Volvo bereits ausgelegt. Mit dem sogenannten „Highway Pilot“ sollen künftige Modelle der Schweden selbstständig unterwegs sein – wenn dies gesetzlich erlaubt und für einzelne geografische Orte und Umgebungen als sicher eingestuft wird.


Die zusätzliche Rechenleistung und Grafikverarbeitung von Nvidia Drive Orin soll zudem das Fundament für die Sensorik legen, die beim autonomen Fahren benötigt wird. So lasse sich zum Beispiel moderne LiDAR-Technik von Luminar – einem weiteren Partner von Volvo Cars – nutzen, heißt es vom Firmensitz in Göteborg.


Volvo setzt in den künftigen Modellgenerationen auf eine zentralisierte Computerarchitektur, um die Fahrzeuge sicherer, individueller und nachhaltiger zu gestalten. Anstatt verschiedener elektronischer Steuergeräte, die einzelne Funktionen und Systeme verantworten, wird ein Großteil der Software nun intern entwickelt und in einem zentralen Computer im Auto gespeichert. Dadurch entfällt nicht nur unnötige Komplexität, auch Verbesserungen und Funktionserweiterungen sind dank drahtloser Software-Updates „over the air“ möglich.


(Abbildung: Volvo)

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Mathias Keiber

16 Apr. 2021