Volkswagen funkt jetzt durch

Mathias Keiber

13 Sept. 2021

Alle Fahrer von Volkswagens ID.-Modellen kommen ab sofort in den Genuss von Software-Updates per Mobilfunk. Im ersten Schwung sollen unter anderem Kamera und Infotainment-System besser werden.

Volkswagen will sich vom Autohersteller zum „softwareorientierten Mobilitätsanbieter“ entwickeln, da gehören Software-Updates „over the air“ natürlich zum kleinen Einmaleins. Und wie es vom Firmensitz in Wolfsburg heißt, hat man sich diesen digitalen Skill nun flächendeckend draufgeschafft: Ab sofort erhalten alle ID.-Modelle regelmäßige Software-Aktualisierungen per Mobilfunk. Bisher standen die Updates nur Kunden zur Verfügung, die im „ID. First Movers Club“ registriert sind. Nach eigenen Angaben ist Volkswagen der bisher einzige Volumenhersteller, der diese Technologie für seine Kunden zur Verfügung stelle.


Einige der neuen Funktionen betreffen das sogenannte „ID. Light“, das Lichtband unter der Windschutzscheibe also. Es liefert Fahrern jetzt Hinweise, die etwa beim energiesparenden Fahren und beim Fahren mit der automatischen Distanzregelung „Active Cruise Control“ (ACC) unterstützen sollen. Verbessert worden sei auch die Bildverarbeitung der Multifunktionskamera, die Motorräder und andere Verkehrsteilnehmer nun noch schneller erkenne. Bei Dunkelheit soll die dynamische Fernlichtregulierung – insofern man dieses Extra gekauft hat – das eigene Licht noch präziser regeln. Die Grafik des zentralen Infotainment-Displays werde zudem ruhiger und klarer und die Bedienung intuitiver – womit Volkswagen auch das Feedback der ersten ID.-Kunden einbindet.


Künftig will VW die Kundschaft etwa alle zwölf Wochen mit kostenlosen Updates versorgen, die neue Funktionen bieten und bestehende verbessern. Darüber hinaus sei geplant, durch datenbasierte Geschäftsmodelle mehr Erlöse zu generieren – für Dienste und Funktionen, die Kunden je nach Bedarf dazu buchen können. Perspektivisch könnten das etwa für Langstrecken der sogenannte „Travel Assist“ oder bessere Batterie-Performance sein, zu einem späteren Zeitpunkt auch das hochautomatisierte Fahren. Damit will Volkswagen in den nächsten Jahren zusätzliche dreistellige Millionenumsätze erlösen – ganz „softwareorientierter Mobilitätsanbieter“ eben.

(Foto: Volkswagen) 

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Mathias Keiber

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