SUV-Coupé im Kleinformat: Der VW Taigo ist ein halber Brasilianer

Ralf Kund

29 Juli. 2021

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In wenigen Wochen kommt Volkswagens neuestes SUV auf den Markt. Der Taigo ist ein coupéartig angeschnittener Minikraxler ohne Allrad – aber mit ganz vielen feinen Extras. Alle wichtigen Informationen erhältst Du hier

(Fotos: VW)

Alle Fotos zeigen den neuen roten VW Taigo als R-Line


Geboren unter dem Namen Nivus in Brasilien kommt das fünfsitzige Coupé-SUV im Spätsommer diesen Jahres auch zu uns. Hier hört der schmucke Kleine mit der modischen Karosserieform CUV allerdings auf den Namen Taigo, was laut VW sowohl an Taiga als auch an Tiger erinnern soll. Aufbauend auf dem modularen Querbaukasten MQB ist er ein Bruder von Polo und T-Cross und steht auch der Konzernverwandtschaft von Audi (A1, Q2), Skoda (Scala) sowie Seat (Ibiza, Arona) nahe, die alle im sogenannten A0-Segment antreten.

Der Taigo, der wie alle SUVs aus dem VW-Konzern mit einem „T“ beginnt, soll nun die beliebte Form der SUV-Coupés auch im preissensiblen Kleinwagensegment zugänglich machen: VW-Sprecher Stefan Voswinkel spricht von einem Einstiegspreis von „unter 20.000 Euro“ für die Basisversion. Die heißt schlicht „Taigo“ und wird von einem 95 PS starken Dreizylinder-Turbodirekteinspritzer mit einem Liter Hubraum über ein Fünfgang-Schaltgetriebe angetrieben. Die nächststärkere Motorvariante mobilisiert aus ebenfalls einem Liter Hubraum 110 PS und wird über ein Sechsganggetriebe geschaltet (optional: 7-Gang DSG), die Top-Variante schöpft 150 PS aus einem 1,5-Liter Vierzylinder-Turbo. Ein Allradantrieb wird für den Taigo nicht angeboten, ein E-SUV im vergleichbaren Kleinformat kommt in Form des ID.2 und wird für 2023 erwartet.

Bereits die Basisversion des Taigo ist gut ausgestattet und hat neben LED-Scheinwerfern und -Rückleuchten auch das zentrale Digitalcockpit mit 8-Zoll-Monitor sowie den 6,5-Zoll-Bildschirm für Audiosystem und Smartphonefunktionen an Bord. Rundum elektrische Fensterheber, elektrisch einstellbare Außenspiegel zählen ebenso zum Basisumfang wie ein Center-Airbag zwischen Fahrer und Beifahrer, die geschäumte Instrumententafel und die Klimaanlage.

„Life“ heißt die zweite Ausstattungsstufe, die mit schwarzer Dachreling, einer Front mit Querspange in Chromoptik, Projektionslicht in den hier elektrisch klapp- und heizbaren Außenspiegeln sowie einem hochwertigeren Sitzbezug angeboten wird. Im Inneren gibt es ein Mulitfunktions-Lederlenkrad, Mittelarmlehne sowie eine zusätzliche USB-C-Schnittstelle. Ab „Life“ ist auch das Panorama-Dach erhältlich, das sich fast über den gesamten Innenraum spannt.

Die beiden Top-Ausstattungen folgen unterschiedlichen Zielsetzungen: „Style“ zielt eher auf Komfortgewinn ab und hat neben LED-Matrix-Scheinwerfern auch LED-Nebelscheinwerfer, Einparkhilfe vorn und hinten sowie das große, 10,25 Zoll messende „Digital Cockpit Pro“ oder Sitzheizung für die Vordersitze an Bord. Optisch unterscheidet sich „Style“ durch 17- statt 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, die veränderte Heckpartie mit Chromleiste und silbernem Diffusor sowie die silbern eloxierte Dachreling, für innen gibt es spezielle Sitzbezüge und Dekors. Ab Style ist auch die elektronische Differenzialsperre „XDS“ erhältlich.

In die sportliche Richtung geht es bei der „R-Line“, die durch ein eigenständiges Design der Stoßfänger und den hochglänzenden Diffusor mit in Chromoptik kontrastierenden Auspuffblenden erkennbar ist. Der Dachhimmel ist hier serienmäßig schwarz, die Sitzanlage mit „Art-Velours“ überzogen. Auch bei der R-Line gehören Voll-LED-Scheinwerfer“ zu Standardausstattung, ebenso die Sitzheizung. Das "Digital Cockpit Pro" gibt es bei R-Line optional, ebenso gegen Aufpreis kommen das Panorama-Dach, die Differenzialsperre oder 18-Zoll-Felgen an Bord.

Wie schon beim kürzlich überarbeiteten Polo bietet auch der Taigo teilautomatisiertes Fahren, das über den optionalen „IQ.Drive Travel-Assist“ und das prädiktive ACC realisiert wird. Der „Travel Assist“ erlaubt automatisches Lenken, Bremsen und Beschleunigen, in einem Tempofenster zwischen 30 und 210 km/h (motorabhängig) und wird über Radar in der Front und eine Kamera hinter der Windschutzscheibe mit Umgebungsdaten gefüttert. Dabei muss der Fahrer die Hände zwar am Lenkrad behalten (Level 2), Quer- und Längsführung sowie der Abstand zum Vordermann werden aber automatisch geregelt – auch bis zum Stillstand, wenn das optionale DSG an Bord ist.

Der Taigo ist 4,26 Meter lang und bietet trotz seiner stark geneigten C-Säule auch Fond-Passagieren gute Kopffreiheit, was dem hinteren Überhang zu verdanken ist. Auch beim Kofferaumvolumen wirkt sich das Coupédach nicht negativ aus: Mit 383 bis 455 Liter liegt der Taigo auf dem Niveau des T-Cross mit Steilheck.

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Ralf Kund

29 Juli. 2021