Fördertopf für Wallboxen leer

Mathias Keiber

28 Okt. 2021

Aktuell gibt es vom Staat kein Geld mehr für Kauf und Installation einer Wallbox. Ob es künftig wieder welches geben wird, ist Sache der nächsten Bundesregierung.

Wer sein Elektroauto zu Hause laden will, kommt an einer Wallbox quasi nicht vorbei. Das Aufladen an einer Haushaltsteckdose ist generell zwar möglich, aber mit maximal 3,68 kW Ladeleistung kann es viele Stunden dauern, bis der Akku wieder geladen ist. Außerdem sind Haushaltssteckdosen und deren Zuleitungen sind nicht auf derartige Dauerbelastungen ausgelegt. Rausfliegende Sicherungen sind keine Seltenheit – und beim Betrieb weiterer Geräte am selben Sicherungskreis nahezu garantiert.

 

Die Lösung: eine Wallbox. Standardmäßig laden diese mit bis zu 11kW, es gibt aber auch welche, die 22 kW schaffen. Für eine solche braucht man vor der Inbetriebnahme jedoch die Genehmigung des Netzanbieters. Wallboxen mit 11kW Ladeleistung müssen hingegen nur gemeldet werden. Billig sind sind die Geräte aber nicht. Mit 500 Euro für die Anschaffung sollte man mindestens rechnen. Es kann aber auch schnell vierstellig werden. Für die Installation sollte man mindestens mit weiteren 500 Euro rechnen. Der dreifache Preis allein dafür ist keine Seltenheit. Vor allem ab sofort, da es von Vater Staat nun erstmal kein Geld mehr für Kauf und Installation einer Wallbox gibt.

 

„Die Förderung war sehr erfolgreich, die Fördermittel sind erschöpft. Bitte stellen Sie keinen Antrag mehr“, heißt es auf der Webseite der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Wer bereits eine Antragsbestätigung erhalten habe, oder sie in den nächsten Tagen zugestellt bekomme, erhalte bei erfüllten Voraussetzungen noch Geld.


Für Kauf und Installation einer festen Wallbox mit maximal 11 kW aus Grünstrom gab’s vom Staat bislang 900 Euro. 800 Millionen Euro standen insgesamt zur Verfügung. Eine Fortsetzung des Programms durch die künftige Bundesregierung ist denkbar. 


(Foto: BVMi)

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Mathias Keiber

28 Okt. 2021