Drei „Fast-Oldtimer“ mit Faszinations-Faktor

Arne Roller

15 Juli. 2021

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Youngtimer an der Schwelle zum Oldtimer-Status sind Schätze, die ihre besten Zeiten und Wertsteigerungen noch vor sich haben. Wir haben drei Klassiker rausgesucht.

(Titelbild: Mercedes-Benz)


Viele träumen vom Wochenendwagen mit H-Kennzeichen. Den Zafira-Pampers-Bomber am Wochenende abstellen, die Kinder bei den Großeltern „abladen“ und dann mit der Lebenspartnerin oder dem Lebenspartner im Coupé oder Cabrio auf Tour. Hier drei Fahrzeuge aus der Kategorie „Genießen und Bestaunen“, die kurz vor dem Status als schützenswerter Oldtimer stehen.



„The All American Hero“: Chevrolet Corvette C4 (Bauzeit 1983-1996)


Die Corvette C4 als "Convertible". (Foto: Chevrolet)


Die vierte Generation der legendären Corvette, des Autos, das als ein Wahrzeichen Amerikas gelten darf. Allgemein gilt die C4 allerdings als die am wenigsten geliebte Corvette. Doch für Kinder der 80er ist sie der Star, den sie aus Film und Fernsehen kennen. In Deutschland zum Beispiel aus der Serie „A-Team“, in der Frauenheld „Face“ eine rot-weiß lackierte C4 fährt.

Einige Fahrzeuge aus der C4-Baureihe sind schon seit rund sieben Jahren reif fürs H-Kennzeichen. Die späteren Modelle allerdings kommen erst noch in den Genuss. So auch diese Corvette C4, die in Heidenheim zu Verkauf steht.


Auch ein schöner Rücken kann entzücken: Vier ikonische Heckleuchten und Doppelrohr-Auspuffanlage.


Bei diesem Exemplar handelt es sich um ein Facelfit-Modell von 1994. Wie in allen Corvettes dieser Baureihe arbeitet auch hier ein 5,7-Liter-V8-Motor unter Haube. Er bringt es auf 300 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 461 Newtonmetern. Als sie frisch aus dem Werk kam, erreichte eine 94er Corvette in nur 5,1 Sekunden 60 Meilen, was 96 Stundenkilometern entspricht. Ihr Topspeed lag bei 259 km/h. Damit schlägt sie in beiden Performance-Werten die beiden nächsten Fahrzeuge in dieser Liste.



Dolce Vita auf Deutsch: Mercedes-Benz SL (Baureihe R129, 1989-2001)


Zwei Sterne vor einem blauen Meer. Die Baureihe R129. (Foto: Mercedes-Benz)


Die fünfte Generation des Inbegriffs an automobiler Eleganz aus Stuttgart, der SL-Klasse. Auch für diese Baureihe gilt: die ersten Modelle können das H-Kennzeichen bereits bekommen, aber der Masse der 129er steht der Stichtag noch bevor.                                                 


Dieses in Hohenbrunn angebotene Fahrzeug kommt mit beigem Leder, Hardtop und Vollausstattung daher. 1994 kostete der 500er-SL mindestens 163.000 D-Mark.


Ton in Ton: Der SL 500 in Silber-Metallic und dazu passenden Felgen.


Der 500er mit seinem 5,0-Liter-V8-Motor (Motorbezeichnung: M 119 E 50) leistete 320 PS, brachte es auf ein maximales Drehmoment von 470 Newtonmetern und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Ähnliche Werte wie die Corvette. Mit dem 4-Gang-Automatikgetriebe beschleunigt der SL allerdings etwas langsamer auf Landstraßentempo als das Ami-Coupé. 6,5 Sekunden dauert der Sprint von null auf hundert. Nach 235.000 abgespulten Kilometern dürften es heute ein paar Zehntel mehr sein.



Krawall-Bruder aus Fernost: Toyota Supra (Baureihe A70, 1986-1993)


Die dritte Supra-Generation war die erste, die ohne den Namenszusatz "Celica" auskam. (Foto: Toyota)


Der Supra, die japanische Legende, scharf wie ein Sushi-Messer. Die dritte Generation des Sportcoupés befindet sich mit ihrer Bauzeit von 1986 bis 1993 ebenfalls mitten in Schwellenland zum Oldtimer-Status.

Bei diesem in Pfaffenhofen an der Ilm zu Verkauf stehendem Supra 3.0 Turbo handelt es sich um ein 1991er Modell mit 5-Gang-Schaltgetriebe. Das H-Kennzeichen winkt bereits im November dieses Jahres. Zudem hat der Wagen nur einen Vorbesitzer und lediglich 122.691 Kilometer auf der Uhr.


Toyota Supra 3.0 Turbo für 26.800 Euro in Pfaffenhofen an der Ilm. Der Dreiliter-Turbomotor mit der Kennzeichnung 7M-GTE galt leider nicht als besonders standfest.


Der 3,0-Liter-Reihensechszylinder im Supra 3.0 Turbo kam mit 235 PS und einem maximalen Drehmoment von 344 Newtonmetern. Bei der Beschleunigung schlägt der Reihensechszylinder-Turbomotor des Supra sogar den V8 im SL 500. In 6,3 Sekunden schießt der 1,6 Tonnen leichte Sportwagen auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit des 3.0 Turbo liegt bei 245 km/h. Im Gegensatz zum einfachen 3-Liter-Sauger mit 204 PS hatte der Turbo allerdings mit technischen Problemen zu kämpfen. Der Turbolader war auf den bestehenden Motor montiert worden, ohne die Komponenten entsprechend zu verstärken. Viele Turbo-Modelle hatten daher Probleme mit durchgebrannte Zylinderkopfdichtungen bis hin zu Motorschäden wegen Überhitzung.


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Arne Roller

15 Juli. 2021