ZDK-Umfrage: Zulassungsprozess ist zu langsam

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Corona-bedingt muss sich der Autohandel besonderen Herausforderungen stellen. Eine davon: Der Zulassungsprozess – der viel zu lange dauert.

(Abbildungen: ZDK)


Corona-bedingt muss sich der Autohandel besonderen Herausforderungen stellen. Eine davon: Der Zulassungsprozess – der viel zu lange dauert.


Die aktuell langen Warte- und Bearbeitungszeiten in vielen Kfz-Zulassungsstellen erschweren derzeit dem Fahrzeug-Handel in Zeiten von Corona zusätzlich das Leben. In einer Umfrage wollte der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) wissen, inwiefern das den Alltag der Händler erschwert.



Knapp 1.400 Kfz-Betriebe zeigen sich laut ZDK über den Zulassungsstau auf vielen Meldeämtern besorgt. „Über die Hälfte der Betriebe (52 Prozent) vergeben die Schulnoten 4 oder 5 für die allgemeine Situation in der Fahrzeugzulassung“, lautet eines der Umfrageergebnisse.


„Die Wartezeit kostet sowohl Händler als auch Kunden bares Geld. Die zuständige kommunale Politik muss dringend tätig werden und diesen Zustand beenden“, sagt Ralf Kutzner, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall. „Hier entsteht unnötiger Druck auf die gesamte Automobilbranche, vom Hersteller bis zum Händler. Insbesondere die Mitarbeiter im Kfz-Handel werden durch die unbefriedigende Situation zusätzlich stark belastet.“


Nur knapp ein Drittel der befragten Betriebe gab bei der Befragung an, sofort einen Termin bei einer Zulassungsstelle erhalten zu haben, etwas weniger als 50 Prozent mussten sich bis zu einer Woche gedulden. Aber ein Termin garantiert noch nicht die sofortige Bearbeitung: Fast die Hälfte der Befragten spricht von einer Dauer von drei Tagen und länger.



Der ZDK fordert hier sofortige Maßnahmen, um so auch eine notwendige Zwischenfinanzierung des Fahrzeugs durch den Handel zu vermeiden. „Das Kraftfahrzeuggewerbe setzt sich für die digitale Zulassung im Autohaus ein. Dadurch können die Kfz-Betriebe die Behörden entlasten. Das ist auch im Interesse der Kunden. Solange eine Zulassung im Autohaus aber noch nicht möglich ist, sollten die zuständigen Behörden alles tun, um die Wartezeiten für Kunden und Autohändler in den Zulassungsstellen erträglich zu gestalten“, sagte ZDK-Präsident Jürgen Karpinski.


Um Abhilfe zu schaffen, fordern IG-Metall und ZDK gemeinsam, die Zulassungsstellen auch zwischen Weihnachten und Neujahr zu öffnen.




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