Zu cool zum Sterben - BBS lebt trotz dritter Pleite weiter

Arne Roller

05 März. 2021

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BBS kennt in Deutschland jeder, der Benzin im Blut hat. Dennoch musste das Unternehmen in den letzten 14 Jahren drei mal Insolvenz anmelden. Jetzt rettet ein neuer Investor den Fortbestand des Unternehmens.

(Fotos: BBS)


Nach 2007 und 2011 musste Felgen-Hersteller BBS im Sommer 2020 erneut Insolvenz anmelden. Doch auch diesmal retten neue Investoren das Traditionsunternehmen. Künftig hat Fahrwerksspezialist KW Automotive bei BBS das Sagen.


Laut einer Unternehmens-Mitteilung müsse man noch einige Details klären. Ist das geschehen, soll der Einstieg des neuen Eigners im Juni vollzogen sein. Dann übernimmt KW-Geschäftsführer Klaus Wohlfahrt bei BBS das Ruder. Als Minderheitsgesellschafter steigt zudem Investor Mathias R. Albert ein. Der Unternehmer ist in der Branche bekannt: Albert ist Gründer des Auto-Abo-Anbieters ViveLaCar und Geschäftsführer der Händler-Gruppe Auto-Domicil. Zum Kaufpreis äußerten sich die Beteiligten nicht.


Von links: Insolvenzverwalter Thomas Oberle mit KW-Geschäftsführer Klaus Wohlfarth und Investor Mathias R. Albert bei der Vertragsunterzeichnung.


Mit den neuen Chefs kann die 50-jährige Unternehmensgeschichte bei BBS weitergehen. Die Firma wurde 1970 in Schiltach im Schwarzwald gegründet und residiert auch heute noch dort. KW Automotive-Chef Franz Wohlfahrt will mit BBS "an die Erfolge der Vergangenheit" anknüpfen. Das soll durch eine "wohlüberlegte Erweiterung des Sortiments“ sowie Investitionen in Vertrieb und die Digitalisierung gelingen.


Laut der Mitteilung wollen die neuen Eigentümer „zahlreiche Arbeitsplätze“ an den Standorten Schiltach und Herbolzheim erhalten. Eine genaue Zahl nannten die Beteiligten nicht. Zum Zeitpunkt der Insolvenzbekanntmachung beschäftigte BBS rund 550 Mitarbeiter. KW Automotive hat aktuelle circa 280 Beschäftigte. Durch die Übernahme soll die Belegschaft nun auf über 750 Personen anwachsen. Der Hauptstandort von KW Automotive ist Fichtenberg. Das Unternehmen betreibt weiterhin Produktionsstandorte in den USA und den Niederlanden.



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Arne Roller

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